Darum gehts
- FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt (32) wird im Mai erneut Vater
- Er kritisiert fehlende Kinderfreundlichkeit in Schweizer Gastronomie
- Silberschmidt fordert Kinder-WCs und mehr Unterstützung für junge Familien
Frohe Kunde aus dem Bundeshaus: FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt (32) wird Mitte Mai zum zweiten Mal Papi. Die Nachricht verkündete er im Podcast «Widmerei». Auch die «Schweizer Illustrierte» berichtet darüber.
Vor gut einem Jahr kam das erste Kind von Silberschmidt und Gattin Andrea (32) auf die Welt. Das Ziel sei «schon eine grosse Familie». Aber: «Schön, dass jetzt das zweite kommt, hoffentlich ist es gesund.» Er sei «gwundrig», wie das werde, so der FDP-Nationalrat. «Aber ich stelle mich auf eine strenge Zeit ein.» Das Familienleben funktioniere gut.
«Der Respekt und die Anerkennung für alle, die Kinder haben, steigt enorm», sagt er im Podcast. Er nimmt aber auch die Schweiz in die Pflicht: «Als Land sind wir nicht die Vorreiter, wenn es darum geht, dass man jungen Familien gegenüber freundlich ist.»
«In gewisse Restaurants würde ich mich nie getrauen»
Er erwähnt zum Beispiel die Gastronomie. «In gewisse Restaurants würde ich mich nie getrauen, mit dem Kleinen hinzugehen, weil man blöd angeschaut wird, wenn er eine Sauerei macht.»
Silberschmidt denkt auch an Kinder-WCs – nicht nur bei den Frauen-, sondern auch den Männertoiletten. «Da sind wir, glaube ich, schon noch rückständig.» Silberschmidt ist selbst in der Gastro tätig. «Wenn wir einen neuen Laden bauen, überlege ich mir viel mehr, wie man da Rücksicht nehmen kann.»
Dass in der Wandelhalle des Bundeshauses Kinder herumlaufen, sei für viele noch komisch. «Die Sessionen sind nicht sehr kinderfreundlich», so Silberschmidt im Podcast. In diesen Zeiten käme man kaum noch in den Austausch mit den Kindern. «Ich verstehe, wenn jemand seine Kinder in der Nähe haben will.»
Kinder seien wichtig für die Schweiz: «Als Gesellschaft haben wir schon ein Problem, wenn wir zu wenig Kinder haben.» Das werde zu wenig diskutiert. Doch es sei auch eine finanzielle Frage. «Heute braucht es eigentlich zwei Einkommen, um eine Familie grosszuziehen», so Silberschmidt.
Silberschmidt ist nicht der Einzige im Bundeshaus, der wieder Vater wird: Auch sein ehemaliges WG-Gspänli, SVP-Nationalrat Mike Egger (33), erwartet im August Nachwuchs.