Zweite Staffel der SRF-Show «Alone Together»
Acht Tage Isolation für die grosse Liebe

Heute Freitag startet auf SRF 1 die 2. Staffel von «Alone Together» – einem Dating-Experiment, bei dem je zwei Singles acht Tage ohne Handy auf einer einsamen Insel verbringen. Ursula Dellenbach erzählt, warum der grösste Schock nicht die kargen Lebensumstände waren.
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Ursula Dellenbach ist kein Fan von Trash-TV. Für den SRF-Reality-Check wagte sie sich jedoch auf die einsame Insel.
Foto: Florin Schranz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Staffel von «Alone Together» startet heute auf SRF 1
  • Ursula Dellenbach erlebte emotionale Herausforderungen und lernte Selbstliebe auf Insel
  • Über 100 Bewerber, 8 Singles, 8 Tage ohne Handy, 1 Tattoo
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Florin SchranzRedaktor News

Ursula Dellenbach (39) ist nicht der Typ für billiges Reality-Fernsehen. Das macht die Bernerin gleich zu Beginn des Gesprächs mit Blick klar. Dass sie trotzdem das Wagnis einer Dating-Show eingegangen ist, hat für sie einen einfachen Grund: «Das SRF gibt sich richtig Mühe – bei Trash-TV hätte ich sicher nicht mitgemacht.»

Bei «Alone Together» werden acht Singles durch einen aufwendigen Matching-Prozess wissenschaftlich zusammengeführt und anschliessend paarweise ins Nirgendwo geschickt. Kein Smartphone, keine Ablenkung, acht Tage pure Realität. Die grosse Frage: Passt das, was auf dem Papier perfekt harmoniert, auch im echten Leben? Am Ende folgt der Moment der Wahrheit: Beide drehen ein Schild um – darauf steht entweder «Together» oder «Alone».

Der verblüffende Vorab-Check bei Caroline Fux

Beim ersten Videocall mit der SRF-Expertin, Psychologin Caroline Fux (44), wurde Dellenbach regelrecht überrumpelt: «Sie hat zu mir gesagt: ‹Bevor wir weiterreden, erzähle ich jetzt mal etwas über dich.› Und sie hat einfach alles über meinen Charakter gewusst! Ich habe nur noch gedacht: Was? Wir kennen uns doch gar nicht!»

Insel-Schock: Putzwahn statt Romantik

Auf der Insel selbst wartete dann der nächste Schock – einer der ungemütlichen Sorte. Kein fliessendes Wasser, keine Abwaschmöglichkeit, eine Outdoor-Toilette, eine alte Küche und ein Spiegel, der gerade mal so gross war wie eine Handfläche. «Holt mich hier raus», dachte Ursula.

Anstatt loszulassen und die Ruhe zu geniessen, flüchtete sie sich zunächst in einen Beschäftigungswahn. Erst nach und nach lernte sie, den Moment anzunehmen – und stellte fest, wie schön die Insel ist.

Einen entscheidenden Anteil an dieser Kehrtwende hatte Caroline Fux, die die Singles überraschend auf der Insel besuchte. Sie hielt Dellenbach einen Spiegel vor und erklärte ihr, dass sie andere viel zu stark bemuttere. Genau das hat auch ihren Match Yves Widmer (38) gestört, obwohl er sich im Vorfeld eine fürsorgliche Partnerin gewünscht hat.

«Es war einfach zu viel des Guten», erinnert sich Dellenbach rückblickend. Weil Yves die Dinge auf der Insel nicht direkt ansprach, übernahm die Psychologin den emotionalen Reality-Check. Dellenbachs Reaktion war typisch direkt: «Ich habe gesagt: Ja, das ist eben meine Liebessprache.» Der Rat der Expertin hallte jedoch nach: Bemuttere doch mal dich selbst!

Sie nahm ihn sich zu Herzen, hörte auf, für Ordnung zu sorgen, und tat nur noch das, worauf sie Lust hatte – und entdeckte eine Liebe, für die sie gar nicht auf die Insel gekommen war: die für sich selbst.

Ein ewiges Souvenir und tiefe Trauer

Eine traurige Dimension erhält die Sendung durch eine Nachricht nach den Dreharbeiten: Paartherapeutin Esther Bischofberger, die den Kandidatinnen und Kandidaten als Coach diente, verstarb im Mai 2026 66-jährig an Krebs. Dellenbach erfuhr davon über den gemeinsamen Whatsapp-Gruppenchat der Teilnehmer.

«Das ist einfach nur schrecklich», sagt sie leise. Sie erinnert sich an eine Frau voller Ausstrahlung, Wärme und Vitalität, deren Alter man aufgrund ihres frischen Aussehens kaum einschätzen konnte. Die Verbindung zu ihr sei echt gewesen – das spüre sie bis heute.

Als bleibende Erinnerung an dieses prägende Lebensabenteuer liess sich Dellenbach die Umrisse ihrer Insel als Tattoo auf die Haut stechen. Ausserdem hat Ursula nicht nur die Liebe zu sich selbst, sondern auch die zu Yves' grossem Hobby entdeckt: Sie ist begeisterte Triathletin. Ob sie ihre neue Leidenschaft gemeinsam mit ihrem Match betreibt, sei an dieser Stelle nicht verraten. Eines kann Ursula Dellenbach jedoch allen wärmstens empfehlen: «Acht Tage ohne Handy auf einer einsamen Insel können vieles verändern.»

«Alone Together», ab 19. Juni, um 21 Uhr auf SRF 1 sowie online auf Play SRF 

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