Darum gehts
- JP Kraemers Sendung nach Gewaltgeständnis bei Joyn eingestellt, Ermittlungen laufen
- Kraemer schliesst Betriebe in Dortmund wegen Drohungen und zieht sich zurück
- Ex-Frau Julia Meck beschreibt Ehe als kontrollierend, geprägt von Angst und Druck
TV-Aus für JP Kraemer (45): Nach seinem eigenen Gewaltgeständnis hat die Plattform Joyn die Sendung «PS Profis – Mehr Power aus dem Pott» aus dem Programm genommen. Wie rtl.de berichtet, reagierte der Streaminganbieter von ProSieben und Sat.1 auf eine Anfrage des Senders und zieht die Show des Dortmunder Tuning-Stars zurück. Ein Sprecher von Joyn erklärte gegenüber rtl.de: «Joyn zeigt die von Ihnen angefragten Programme bis auf Weiteres nicht mehr.» Ob weiterführende Gespräche mit Kraemer geplant sind, liess der Sprecher offen.
Der Entscheid von Joyn folgte auf ein Youtube-Video, in dem Kraemer kürzlich eingestand, in seiner Ehe mit Julia Meck (25) handgreiflich geworden zu sein. Die Polizei bestätigte einen Einsatz im Haus des Moderators und Autoexperten und verwies auf ein laufendes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dortmund. Im Video behauptete Kraemer, auch seine 25-jährige Noch-Ehefrau sei ihm gegenüber gewalttätig gewesen.
Kraemer erhält Drohungen
Die Enthüllungen haben mittlerweile auch berufliche und geschäftliche Konsequenzen für Kraemer: Neben der Entfernung seiner Sendung aus dem Joyn-Programm musste er nach Bekanntwerden der Vorwürfe seine Betriebe in Dortmund – darunter das PACE Automobil Museum und ein Restaurant – vorübergehend schliessen. Grund dafür sind Drohungen, die nach Angaben eines Polizeisprechers zwar keine akute Gefahr darstellen, jedoch zu einer Evakuierung der Gebäude führten. Die Ermittlungen gegen die unbekannten Drohenden laufen.
Auf Instagram erklärte Kraemer, dass er sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen werde. «Ich werde eine Auszeit bei meinem Vater nehmen und unmittelbar eine Therapie beginnen, um an mir zu arbeiten», teilte er seinen Followern mit. Wie lange er sich zurückziehen möchte, blieb offen.
Im Gegenzug hat seine Ex-Partnerin Julia Meck auf Kraemers Gewaltgeständnis reagiert. Im Gespräch mit der «Bild» spricht die 25-Jährige nun erstmals öffentlich. «Mir geht es viel besser seit der Trennung», sagt sie. «Ich bin glücklich, da rausgekommen zu sein, und bekomme langsam mein Selbstbewusstsein zurück.» Kennengelernt hatten sich die beiden, als Meck erst 16 Jahre alt war. Sechs Jahre später folgte die Hochzeit – und ein zweijähriges Ehe-Martyrium, geprägt von Kontrolle und psychischem Druck. Kraemer habe ihr Aussehen, ihr Lachen und ihr Verhalten kritisiert.
«Ich fühlte mich klein»
«Wenn ich Männern freundlich ‹Hallo› sagte, war das schon zu viel. Dabei war ich nur höflich», erinnert sie sich. Und weiter: «Ich fühlte mich klein, hatte nichts zu sagen. Ich bin zwanzig Jahre jünger, er hat die Lebenserfahrung, steht in der Öffentlichkeit und hat sich ein Imperium aufgebaut. Wer bin ich eigentlich?, habe ich gedacht.» Aus Angst vor Wutausbrüchen kontrollierte sie sich ständig: «Ich bin wie auf Eiern gelaufen.» Kraemer habe sich sogar an ihrer Mimik gestört («absolute Gesichtskirmes»).