Die Rheintaler Pflegefachfrau Désirée Gschwend lebt den Sommer über auf der Alp
«Wunderschön, aber auch sehr streng»

Zum sechsten Mal begleitet «SRF bi de Lüt» verschiedene Menschen während des Alpsommers. So auch Désirée Gschwend und ihre Schwester Elin aus dem Rheintal, die die Alp Nagens in der Gemeinde Laax GR mit 80 Kühen bewirtschaften und Käse, Butter und Joghurt herstellen.
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«SRF bi de Lüt – Z'Alp», Staffel 6: Die Schwestern Désirée (links) und Elin Gschwend auf der Alp Nagens GR.
Foto: SRF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schwestern Désirée und Elin bewirtschaften im Sommer die Alp Nagens GR
  • Die Milch der 80 Kühe wird zu Käse, Butter und Joghurt verarbeitet
  • Auch 30 Schweine und Hündin Raya leben auf der Alp
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Die Schwestern Désirée (23) und Elin Gschwend (25) wohnen in einer WG im St. Galler Rheintal. Doch die Sommermonate verbringen sie seit zwei Jahren mit 80 Kühen auf der Alp Nagens oberhalb von Laax GR auf 2000 Meter über Meer. Gschwends sind Teil der sechsten Staffel von «SRF bi de Lüt – Z'Alp», die am 29. Mai beginnt.

Blick erreicht Désirée Gschwend am Telefon. Noch ist die Pflegefachfrau unten im Tal, der Alpaufzug findet erst Mitte Juni statt. «Wir sind auf einem Landwirtschaftsbetrieb aufgewachsen und haben früher selber auch Kühe in die Höhe geschickt. Deshalb waren wir von klein auf fasziniert von Alpbetrieben», erklärt sie ihre Motivation, den bürgerlichen Alltag gegen die Freiheit in den Bergen zu tauschen.

«Ob es blitzt oder donnert»

«Nach dem ersten Sommer 2024 waren wir voll angefressen und sind gerne wiedergekommen. Auf der Alp ist es wunderschön, aber auch sehr streng.»

Zwar könne man sich die Arbeit selber einteilen. «Aber sie muss immer gemacht werden, sieben Tage die Woche, bei Wind und Wetter, ob es blitzt oder donnert. Im Nebel Kühe zu suchen, ist nicht immer lustig. Und Tagwacht ist stets um drei Uhr früh. Freizeit gibt es kaum.»

Angst, im Tal etwas zu verpassen, hat Gschwend jedoch nicht. «Man lebt in einer ganz eigenen Welt und die Ereignisse im Unterland werden unbedeutend. Jedenfalls bis im September, wenn wir wieder runterkommen. Wenn ich an die Sonnenauf- und -untergänge, die Weite und die Aussicht denke, möchte ich mit gar niemandem tauschen.»

Die Milch der Kühe verwerten die Gschwends zu Käse, Joghurt und Butter. «Joghurt stellen wir hauptsächlich für den Volg her. Aber wer bei uns vorbeikommt und klopft, kann die Produkte auch vor Ort kaufen.»

Andenken für künftige Kinder

Gewirtet wird hingegen nicht. «In der Nähe gibt es einen früheren Stall, der nun als Restaurant Stalla auch im Winter geöffnet ist. Dort können sich Wanderer und Biker verpflegen.»

Die TV-Bilder stammen von 2025. «Das SRF-Team hat uns den ganzen Sommer über für einzelne Tage besucht. Und nach kurzer Angewöhnung habe ich gar nicht mehr gemerkt, dass da noch eine Kamera ist», erzählt Gschwend, die bisher noch nie mit dem Fernsehen in Berührung kam.

«Ich und meine Schwester fanden dieses Format immer cool und überlegten uns schon länger, uns dafür zu bewerben. Die Sendungen sind sicher auch ein wertvolles Andenken für unsere künftigen Kinder.»

Die erste Sendung wird Gschwend verpassen. «Ich habe Arbeitsdienst, habe die Aufnahme aber schon programmiert und werde mir dann später alles in Ruhe anschauen», freut sie sich.

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«SRF bi de Lüt – Z'Alp»: Ab Freitag, 29. Mai, 20.10 Uhr, SRF 1 

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