Darum gehts
- Ronny Tschanz aus Baden AG sucht Liebe in RTL-2-Show «Maison Tabou»
- Er tritt als «Leon» auf, erlebt intime Dates und mischt Partys auf
- Teilnahme während Ferien abgestimmt, Polizist zieht in Show seine Grenzen
In der Schweiz sorgt er als Polizist für Ordnung. Jetzt sucht Ronny Tschanz (35) aus Baden AG im TV die Liebe: Er ist in der neuen RTL-2-Show «Maison Tabou» dabei – und lässt sich bei intimsten Dates filmen.
«Mich hat vor allem das Konzept gereizt. Jemanden kennenzulernen, ohne zu wissen, wer einem wirklich gegenübersitzt, und dabei die üblichen oberflächlichen Kriterien zunächst komplett auszublenden, fand ich unglaublich spannend», sagt er. Singles checken in «Maison Tabou» in das gleichnamige Hotel ein und legen ihre Identität ab. Es wartet eine Mischung aus Blinddates und Verführung. Erst am Tag nach den Annäherungen erfahren die Teilnehmenden, wer ihr Gegenüber tatsächlich ist.
In der Show heisst er Leon
Tschanz ist homosexuell, zeigt sich aber auch offen für Frauen. Als Crasher mischt er die Partys der Show auf – und darf bei laufenden Dates dazwischenfunken und mitmachen. «Bei ‹Maison Tabou› kann man die Realität einen Moment hinter sich lassen und sich in eine unerfahrene und geheimnisvolle, lustvolle Welt stürzen.»
Für seine Zeit in der Produktion suchte er sich den Namen «Leon» aus. «Es standen weder mein Beruf noch meine privaten Tätigkeiten oder andere ähnliche Sachen im Vordergrund, sondern lediglich: Wie versteht man sich im Gespräch, beim Flirten, Küssen und mehr.»
«Unverkrampft über Sex reden»
Richtige Blinddates hatte Tschanz vor der Show kaum. «Aber klassisches Dating kannte ich natürlich. Dort weiss man durch Apps zumindest ungefähr, wer vor einem sitzt. Bei ‹Maison Tabou› fiel das komplett weg. Es ging direkt um Emotionen und körperliche Anziehung.»
Ob er beim Sex vor der Kamera zu sehen ist, darf der Aargauer nicht verraten. Nur so viel: «Ich bin grundsätzlich sehr offen, was Sexualität betrifft, und finde, dass man darüber auch unverkrampft sprechen darf», sagt er. «Trotzdem gibt es für mich einen Unterschied zwischen Offenheit und dem Bedürfnis, alles öffentlich zu zeigen. Eine Kamera verändert eine intime Situation natürlich – schliesslich weiss man, dass später sehr viele Menschen zuschauen könnten.»
Teilnahme abgesprochen mit Polizeikommandant
Seine Teilnahme besprach der Basler Polizist vorab mit dem Kommandanten. «Dieser war grundsätzlich offen. Die Teilnahme erfolgte während offizieller Ferien und somit vollständig in meiner Freizeit. Natürlich bin ich mir der Aussenwirkung bewusst und kannte auch gewisse Grenzen, welche ich nicht bereit war, zu überschreiten.» Wo genau diese lagen, darf er wegen des Sendeinhalts noch nicht verraten. «Letztendlich ist aber auch ein Polizist eine private Person und sollte mit dem nötigen Respekt eine solche Erfahrung in einer TV-Produktion machen dürfen.»
Auch weiteren Formaten ist er nicht abgeneigt. «Es braucht Mut, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen, aber ich bereue nichts davon.» Besonders eine Realityshow hat es dem ehemaligen Präsidenten der Zurich Pride angetan: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». «Der Dschungel würde mich schon reizen. Vielleicht braucht es da ja mal Schweizer Beteiligung.»
«Maison Tabou» läuft ab sofort auf den Streamingdiensten RTL+ und Oneplus und ab 30. September wöchentlich um 23.35 Uhr auf RTL 2.