Roger Aebli kämpft erneut mit Konzentration im Live-TV
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«Habe den Faden verloren»:Roger Aebli kämpft erneut mit Konzentration im Live-TV

Aussetzer von SRF-USA-Korrespondent während der Sendung
Roger Aebli fühlte sich am Sonntag eigentlich wieder fit

USA-Korrespondent Roger Aebli hatte tags zuvor gesundheitliche Aussetzer – trotzdem war er am Sonntag bei SRF wieder auf Sendung. Nun ist klar: Diesen Entschluss trafen Aebli und SRF gemeinsam. Wie geht dein Chef mit Überlastung um?
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SRF-USA-Korrespondent Roger Aebli bei seiner Arbeit, hier in Washington. Seit Sommer 2025 berichtet der Bündner schwerpunktmässig aus New York. Er ersetzte Viviane Manz.
Foto: Zvg

Darum gehts

  • Am 3. und 4. Januar muss SRF-USA-Korrespondent Roger Aebli seinen Einsatz abbrechen
  • Nach dem Zusammenbruch vom 3. Januar wollte Aebli selber wieder auf Sendung gehen
  • Nun ruht sich Roger Aebli einige Tage aus, während Pascal Weber zu sehen ist
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Nach den zwei Aussetzern von USA-Korrespondent Roger Aebli (42) während der Venezuela-Berichterstattung vom vergangenen Wochenende fragen sich viele Zuschauerinnen und Zuschauer, ob SRF die Situation unter Kontrolle hatte und ob solche Pannen dem Image schaden.

Besonders Aeblis Zusammenbruch in der Sondersendung vom Samstagmittag gibt zu denken. Während seiner Analyse aus New York fasst er sich an die Stirn, schüttelt den Kopf und sagt zu Moderator Florian Inhauser (58): «Ich bin kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Ich hab keine Minute ... ich habs dir geschrieben.» Um dann ins Mundartliche zu wechseln: «I gsehns ... I weiss nid, was da grad passiert.» Inhauser übergibt in der Not an Lateinamerika-Korrespondentin Karen Naundorf (50).

«Gesundheit hat oberste Priorität»

Auf Anfrage von Blick sagt SRF-Korrespondenten-Chef Stefan Reinhart am Samstag: «Kurz vor der Liveschaltung hatte Roger Aebli einen Migräneanfall, weshalb er sich nicht ausreichend konzentrieren konnte und die Schaltung abbrach. Wir sind mit ihm im Kontakt und es geht ihm bereits wieder etwas besser. Er ruht sich nun aus und tritt am Samstag nicht mehr vor die Kamera.»

An Aeblis Stelle ist in der samstäglichen Haupt-«Tagesschau» um 19.30 Uhr Thomas von Grünigen (50), publizistischer Leiter Ausland bei SRF, bei Inhauser im Studio. 

Am Sonntag ist Aebli wieder da. Kurz nach 19.30 Uhr kommt er in der Haupt-«Tagesschau» jedoch erneut ins Stocken, sagt, er habe «den roten Faden verloren» und ist erleichtert, als Naundorf einspringt.

Angesprochen darauf, ob es nicht fahrlässig war, Aebli einen Tag nach seinem Zusammenbruch wieder auf den Bildschirm zu lassen, antwortet die SRF-Pressestelle: «Die Gesundheit der Mitarbeitenden hat für SRF oberste Priorität. Als Arbeitgeber nimmt SRF seine Fürsorgepflicht sehr ernst: Wer sich – ob als Korrespondent oder in einer anderen Funktion – nicht arbeitsfähig fühlt, arbeitet selbstverständlich nicht.»

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Auf die Frage, ob man nicht schon vor dem Samstagmittag hätte reagieren müssen, da Aebli seine Angeschlagenheit ja intern mitteilte, geht SRF nicht ein.

Gemeinsamer Entschluss

Zur Arbeitswiederaufnahme vom Sonntag schreibt die Pressestelle: «Roger Aebli war am Mittag des 4. Januar wieder einsatzfähig und absolvierte in der Sendung ‹SRF News Spezial› eine Schalte, die in gewohnt hoher Professionalität verlief.»

Tatsächlich äussert sich Aebli gegen 13 Uhr in drei längeren Analyse-Blöcken fundiert wie immer. In enger Absprache mit ihm sei daher entschieden worden, dass er auch die abendliche Schaltung wieder übernimmt. «Der SRF‑Newsroom, insbesondere Stefan Reinhart als direkter Vorgesetzter von Aebli, stand dabei in kontinuierlichem Austausch mit ihm», so die Pressestelle.

Basierend auf dem Ergebnis vom Sonntagmittag ist es also ein gemeinsamer Entschluss aller Beteiligten, Aebli am Sonntagabend erneut auf Sendung gehen zu lassen. Auf die Frage, was er genau habe und wie es ihm nun gehe, teilt SRF mit: «Roger Aebli geht es gut, er wird nun jedoch für einige Tage pausieren.» Die Berichterstattung aus den USA bleibe vollumfänglich sichergestellt. Der zweite USA-Korrespondent Pascal Weber (52) habe nach der Weihnachtspause seine Arbeit in Washington wieder aufgenommen.

Ein konkreter Vorwurf lässt sich unter dem Strich rückblickend niemandem machen. Und wahrscheinlich trifft es Florian Inhausers spontaner Kommentar auf Aeblis Zusammenbruch in der Sendung vom Samstagmittag gar nicht schlecht: «Gut, da ist jemand ganz offensichtlich überarbeitet. Und das kann auch mal passieren in Zeiten, in denen sich die Ereignisse überschlagen.»

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