«Wie tief können wir noch fallen?»
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Bernarda Brunović:«Wie tief können wir noch fallen?»

Zürcher Sängerin Bernarda Brunović über Konzert-Absage wegen Abtreibungsstreit
«Wie tief können wir in der Schweiz noch fallen?»

Sängerin Bernarda Brunović beeindruckte 2025 bei «The Voice of Germany» Millionen. Doch ihre Teilnahme am «Marsch fürs Läbe» 2022 brachte politische Kontroversen – sogar ein Festival-Auftritt wurde gestrichen. Nun packt die Zürcherin aus.
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Bernarda Brunović im Gespräch mit Jontsch.
Foto: tyro Media Group, Sunny Estafanous

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sängerin Bernarda Brunović beeindruckte 2025 bei «The Voice of Germany»
  • Nach Festival-Ausladung wegen 2022er Engagement enttäuscht über politische Polarisierung
  • Brunović ist 33 Jahre alt und stellte Freiheit über Ruhm
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Sängerin Bernarda Brunović (33) erreichte 2025 das Finale von «The Voice of Germany» und begeisterte mit ihrer Stimme ein grosses TV-Publikum. Gleichzeitig sorgte sie mit klaren Positionen zu gesellschaftlichen Themen auch immer wieder für Kontroversen. 

Brunović sollte vergangenes Jahr beim M4Music-Festival auftreten. Doch aufgrund ihrer Teilnahme am «Marsch fürs Läbe» im Jahr 2022 wurde sie vom Veranstalter wieder ausgeladen

Im Podcast «Spaghetti mit Ketchup und Chäs» mit Moderator Jontsch spricht die Zürcherin, die von Geburt an blind ist, ausführlich über diese Erfahrung. Sie sagt, es sei enttäuschend, zur Zielscheibe politischer Auseinandersetzungen geworden zu sein. «Ich finde es so schade, wirklich. Sie schreiben in grosser Schrift, dass sie für Inklusion stehen – dann kommt jemand und es heisst, die ist rechtsradikal.» 

Ärzte rieten Eltern, sie abzutreiben

Aufgrund von Statements in den sozialen Medien ging das Festival davon aus, dass es rund um das Konzert zu Störaktionen kommen könnte. Man sei auf entsprechende Posts aufmerksam geworden, die sich auf Auftritte der Künstlerin beim «Marsch fürs Läbe» bezogen hätten, hiess es von der Veranstalterin.

Es sei schade, dass man sich gegenseitig bekämpfe, anstatt zusammenzuarbeiten. «Wie können wir in einer sicheren Schweiz so tief fallen?» 

Brunović erklärte mehrmals öffentlich, dass ihren Eltern vor der Geburt geraten wurde, sie abzutreiben. «Zu dieser Zeit haben die Ärzte pränatal mit schwersten Behinderungen gerechnet.» Jedoch hätten ihre Eltern sich für sie entschieden. 

«Ich finde, jedes Leben ist lebenswert»

Als Jontsch die 33-Jährige auf ihre konkrete Haltung zum Thema Abtreibung anspricht, weicht sie aus. «Ich möchte nichts Allgemeines sagen. Ich möchte das Individuum sehen. Wenn ich etwas Allgemeines sagen würde, würde ich dem Menschen selber, dem, der Unterstützung braucht, nicht gerecht.»

Auf die Nachfrage des Moderators, wie eine Schwangerschaft in einem Fall von Heroinabhängigkeit – bei erwarteter Drogensucht des Kindes – zu bewerten sei, antwortet Brunović kurz: «Grundsätzlich sage ich: ‹jedes Leben ist lebenswert›».

Brunović ist überzeugte Katholikin. Dies zeigt sich auch in ihrer Haltung zur LGBTQ+-Community. «Ich vertrete nicht ihre Lebensweise. Ich bin da anderer Meinung. Trotzdem werde ich diese Menschen nicht ausgrenzen.»

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