Darum gehts
- Sabine Balmer moderierte am Montag ihre letzte «SRF Meteo»-Sendung
- 22 Jahre im Team, 10 Jahre Wetterprognosen auf SRF-Dach präsentiert
- Temperaturen von minus 70 Grad in Kanada als ihr eindrücklichster Wettermoment
Eine Ära ging zu Ende, und der Himmel weinte passenderweise, als Sabine Balmer am Montagabend ihre letzte «SRF Meteo»-Sendung moderierte. Unterm Regenschirm präsentierte sie im strömenden Regen und mit viel Wind souverän wie immer das Wetter für die nächsten sechs Tage. Das schlechte Wetter konnte sie auch diesmal nicht stoppen.
Zum grossen Abschluss gesellte sich dann «SRF Meteo»-Chef Thomas Bucheli (64) noch vor die Kamera dazu. In der Hand hatte er einen grossen Blumenstrauss und ein kleines Kaleidoskop – «Damit du die Farbenpracht, die du hier oben immer vermisst hast, hier drin wiederfindest», erklärte Bucheli das Abschiedsgeschenk für Balmer, die sich sichtlich gerührt von der Geste zeigte und ein paar Tränen verdrücken musste.
Seit 22 Jahren Teil des «Meteo»-Teams
«Mir wird es auch etwas kühler ums Herz», gab Bucheli zu. Der Abschied tue ihm «ausserordentlich weh». Seit 22 Jahren war sie Teil des «Meteo»-Teams, seit zehn Jahren erstellte sie für das Publikum auch auf dem SRF-Dach die Wetterprognosen. Balmers Abschied wurde nie öffentlich kommuniziert und dürfte für viele daher überraschend kommen.
Balmer studierte an der Hochschule Geografie und arbeitete als Moderatorin im Radio und Fernsehen, wo sie Wetterprognosen aufstellte. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. An ihren beeindruckendsten Wettermoment erinnert sie sich auf der Website des SRF: «Im Sprachaufenthalt in Kanada, als wir bei Temperaturen von minus 70 Grad (Celsius!) schulfrei hatten.»
Sabine Balmer ist aber nicht der einzige Verlust, den das «Meteo»-Team verkraften muss. Auch Thomas Bucheli wird die Wetterstation bald verlassen, da er Mitte des Jahres in Pension geht.