SRF-Impact-Host Amila Redzic
Sie sucht sich Tabus und heikle Themen

Seit vier Jahren ist Amila Redzic für SRF Impact im Einsatz. Die in Pfäffikon SZ aufgewachsene Moderatorin befasst sich oft mit kontroversen Themen. Zu reden gab etwa die umstrittene Sendung über eine Tantra-Schule.
Kommentieren
1/6
Moderatorin Amila Redzic arbeitet seit vier Jahren bei SRF Impact.
Foto: Yves De Prà

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Amila Redzic ist seit vier Jahren Moderatorin bei SRF Impact
  • Die 27-Jährige ist in Pfäffikon SZ aufgewachsen und hat Soziologie und Medienwissenschaften studiert
  • In ihrer aktuellen Sendung befasst sie sich mit dem Thema «Trainsurfing»
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
RMS_Portrait_AUTOR_720.JPG
Jean-Claude GalliRedaktor People

SRF-Impact-Moderatorin Amila Redzic (27) steht im Zoo Zürich. Gerade hat sie zugeschaut, wie eine Säbelantilope erschossen wurde. «Töten im Zoo – gesunde Tiere schiessen für den Artenschutz?» hiess die Sendung vom Frühjahr 2025.

«Mich hat das sehr mitgenommen, ich hatte Mitleid mit dem Tier», sagt Redzic bewegt in die Kamera. 250 Kommentare gab es dazu allein auf Youtube.

«Nah dran, mutig und unbequem, das ist Impact», steht im Eigenbeschrieb des Formats. Die halbstündigen Reportagen laufen jeweils zu späterer Stunde auf SRF zwei und sind online auf Play SRF und Youtube abrufbar. Die Zielgruppe sind Menschen zwischen 15 und 34. Redzic ist seit vier Jahren dabei.

Letztes Jahr kassierte die Redaktion Widerspruch für die Reportage über angebliche Machtmissbräuche an einer Tantra-Schule. Bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz UBI gingen mehrere Beschwerden ein, die im März 2026 deutlich gutgeheissen wurden.

Die UBI bemängelte die einseitige Zeugen- und Quellenauswahl und die fehlende Konfrontation der Schule mit den Vorwürfen. Dazu schreibt die SRF-Medienstelle auf Anfrage von Blick: «Da der schriftlich begründete UBI-Entscheid noch nicht vorliegt, möchten wir uns seitens ‹Impact›-Redaktion zum konkreten Fall nicht äussern. Wir werden selbstverständlich auch in Zukunft Geschichten aufgreifen, die kontrovers und unbequem sein können.» 

«Komplexe Sachverhalte verständlich machen»

Grenzen gebe es bei der Themensetzung abgesehen von den SRF-Richtlinien keine, sagt die Moderatorin. «Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, Tabus brechen zu wollen. Themen aufzugreifen, bei denen es heikel werden könnte. Das ist nicht immer ganz einfach und als Moderatorin exponiere ich mich auch», sagt Redzic. 

Kritik komme meistens über Social Media, so Redzic. Negativ werde etwa erwähnt, dass sie als Moderatorin schon eine gewisse Haltung habe. Ältere Zuschauer würden die Anglizismen, die schnellen Schnitte und die Hintergrundmusik bemängeln. Auch zu ihrem Namen und Äusseren gebe es manchmal Kommentare. Positiv unterstrichen würden Auswahl und Tiefgang. «Wir liefern Fakten und pointierte Interviews, doch wir wollen auch unterhalten. Wir wissen, was die Jungen interessiert, weil wir selber jung sind.»

Gülsha als Aha-Moment

Redzic ist in Pfäffikon SZ aufgewachsen. «In der Küche hatten wir einen alten Radio-Apparat, der immer lief. Das war meine erste Berührung mit der Medienwelt», erzählt sie. Als Teenagerin sah sie gerne Gülsha Adilji (40) zu, die vor rund zehn Jahren beim Jugend-TV-Sender Joiz moderierte.

«Das war das erste Mal, dass ich in der Schweiz eine Person mit einem Namen, der wie meiner klingt, vor der Kamera sah. Und ich realisierte, dass diesen Beruf nicht nur Sandra Müllers ausüben können.»

Aktuelle Folge von SRF Impact, «Trainsurfing – Tödlicher Trend auf Zügen», zu sehen auf Play SRF 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen