Darum gehts
- Livio Chistell moderiert die Serie «Portas avertas» über besondere Architektur
- Er besitzt keinen Fernseher, nutzt aber einen Beamer für Filme
- Zwei Stunden Pendelzeit zwischen Zürich und Chur für Dreharbeiten zu «Telesguard»
In der neuen Staffel der Dokuserie «Portas avertas» (rätoromanisch für «Offene Türen») blickt der Bündner Moderator in die Häuser in seiner Heimat – für ihn als grossen Architektur-Fan ist das ein absoluter Traumjob. «So sehe ich in die Gebäude rein, die mich schon immer von aussen fasziniert haben», sagt Livio Chistell (31). Er selbst ist im kleinen Bergdorf Flond, gelegen auf einer malerischen Hochebene zwischen Ilanz und Obersaxen, aufgewachsen: «Wo jeder jeden kennt».
Mittlerweile ist Chistell aber nur noch in seiner Heimat, wenn er seine Liebsten besucht: Nach sieben Jahren in Chur wohnt er heute in Zürich – ganz in der Nähe vom SRF-Studio. «Von meinem Schlafzimmer aus sehe ich zum ‹Meteo›-Dach», erzählt er.
Er hat keinen Fernseher
Was die Einrichtung seiner Wohnung angeht, hat der TV-Mann klare Vorstellungen: Jeder Gegenstand hat seinen genauen Platz, abgesehen von einem offenen Regal im Wohnzimmer und wenigen Zeitschriften und Büchern ist alles in Schränken verstaut. Ein weiteres Detail zu seiner Einrichtung: «Auch wenn ich Fernsehen mache, habe ich ganz bewusst keinen eigenen Fernseher. Denn so einen grossen schwarzen Klotz mitten im Wohnzimmer zu haben, würde mir einfach nicht gefallen.» Wolle er dennoch mal schnell etwas schauen, würde er zu seinem Tablet greifen. Für längere Filmabende hat er einen gut versteckten Beamer.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Doch ruhige Momente sind im Leben des Bündners ohnehin selten: Für SRF produziert er regelmässig Reportagen für die Doku-Sendung «Rec.» und moderiert beim Radiosender SRF 3. Fürs rätoromanische Fernsehen RTR steht er immer wieder für die Nachrichten vor der Kamera und produziert seine Architektursendung. «Ich bin ein guter Organisator», meint Chistell. Das müsse er auch sein, um all den unterschiedlichen Rollen gerecht zu werden. «Das ist zwar intensiv, aber ich könnte mich nicht für nur eine Sache entscheiden.» Zu sehr sei er bei jedem Format mit Herzblut dabei.
Oft im Zug unterwegs
Dafür nehme er auch in Kauf, für die Aufnahmen von «Telesguard» jeweils zwei Stunden zwischen Chur und Zürich zu pendeln. Bei RTR habe er als Moderator der Hitparade im Radio angefangen, es folgte das Kinderprogramm, bevor er zum Aushängeschild, zur Nachrichtensendung, wechselte. «RTR ist mein Zuhause», sagt er. Trotzdem habe er grosse Freude daran, dass es von seiner Architektursendung «Portas avertas» (sonntags, 16.40 Uhr, SRF 1) nun auch eine deutschsprachige Version gibt und er so noch mehr Leute erreiche. Im Format besucht er mit Architektin Anita Simeon Lutz (53) aussergewöhnliche Häuser. Während aktuell die zweite Staffel ausgestrahlt wird, befindet er sich bereits in den Vorbereitungen zur dritten.
Abschalten könne er beim Kochen. «Meine Arbeit ist oft sehr kopflastig. Dann etwas mit den Händen zu machen, tut gut.» An die Bündner Spezialität Capuns wage er sich aber nicht heran. «Das überlasse ich Mama.»