Shakra-Sänger Mark Fox
«Ich bin ein pingeliger Rockstar»

Mit seiner rauen Stimme prägt der Berner die Hardrockband Shakra. Der 55-Jährige über Lasagne, späte Vaterfreuden – und Vorurteile über sein Rockstar-Leben.
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Der Grafikdesigner Markus Fuchs, wie Mark Fox bürgerlich heisst, stiess 2001 zur Band Shakra. Privat lebt er in einer Beziehung und wurde 2023 erstmals Vater.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mark Fox startet am 25. September eine Europa-Tour mit neuem Album
  • Seine Tochter, geboren 2023, hat sein Leben grundlegend verändert
  • Früher spielte er vor 20'000 Fans, nun fokussiert auf Familie und Musik
Andrea Germann
Schweizer Illustrierte

Ab dem 25. September gehen Sie mit Ihrem neuen Album «Just Live Loud!» auf Europa-Tour. Worauf freuen Sie sich?
Mark Fox: Dass es endlich wieder losgeht! Die letzte Tour ist ungefähr ein Jahr her. Wenn wir ein Album aufnehmen, spielen wir nicht live, damit wir uns voll darauf konzentrieren können. Aber irgendwann fehlt es sehr, mit den Fans eine gute Zeit zu haben. 

Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Für meine Familie und für den Lebensunterhalt. Ich habe jetzt nicht extra in der Buchhaltung nachgeschaut, aber ich würde sagen, dort bleibt das meiste hängen. Und das gerne, denn es soll allen gutgehen.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Lasagne! Wobei ich gerade in der Phase bin, in der ich mich für die Konzerte vorbereite und viel Protein und wenig Kohlenhydrate esse. Krafttraining ist in den letzten fünf Jahren ein Teil meines Lebens geworden.

Wie sah Ihr Zimmer mit 16 aus?
Ziemlich chaotisch (lacht). Eigentlich bin ich ein ordentlicher Mensch, aber in der Pubertät hat sich das gedreht. Meine Mutter könnte das bestätigen.

Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Mein Kopf war fast nur mit Musik besetzt, vor allem mit Rockbands wie AC/DC oder Guns N’ Roses. Für Frauen interessierte ich mich erst später, daher hatte ich keinen richtigen Schwarm.

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Das waren zwei: Als ich 2001 zu Shakra kam. Auf einmal spielte ich nicht mehr in Pubs, sondern vor 20'000 Leuten – eine intensive, teils auch schmerzhafte Phase zwischen Überforderung und Medienrummel. Ich habe damals auch Fehler gemacht und zu viel getrunken. Doch das alles hat mich reifer gemacht. Und dann natürlich die Geburt meiner Tochter 2023: Sie hat meine Welt auf den Kopf gestellt, und ich möchte sie nicht mehr missen.

Haben Sie schon mal eine Therapie gemacht?
Eine Psychotherapie habe ich nie gemacht – obwohl es manchmal vielleicht nötig gewesen wäre. Ich hatte immer die Musik dafür. Sie ist für mich der beste Therapeut.

Was denken andere über Sie, das vielleicht gar nicht stimmt?
Dass ich ein sehr oberflächlicher Mensch bin, der dieses lockere Rockstar-Leben führt. Dabei bin ich sehr fokussiert – und manchmal pingelig.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Was verabscheuen Sie?
Menschen, die etwas meinen und es als Wissen präsentieren. Eine Meinung darf jeder haben, aber deswegen ist sie noch lange kein Fakt. Viele stellen ihre Meinung heute als allgemeine Wahrheit hin. Das finde ich sehr schwierig, weil man dann oft nicht mehr offen für Argumente ist.

Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Meistens bin ich um fünf Uhr morgens wach. Bis mittags schlafen möchte ich gar nicht, aber ein bisschen länger wäre manchmal schon schön (lacht).

Auf wen waren Sie zuletzt eifersüchtig?
Auf Menschen, bei denen scheinbar alles ganz einfach funktioniert, während ich bei allem so viel Aufwand betreibe. Aber ich gönne ihnen das absolut – sie machen ja offensichtlich etwas richtig.

Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?
Dass ich eine schöne Stimme habe. Das habe ich jetzt schon öfter gehört und finde es interessant, dass jemand sie so empfindet. Oft finden die Leute meine Stimme eher «cool» oder «geil» (lacht).

Wann haben Sie zuletzt gebetet?
Bei der Geburt meiner Tochter. Sie kam ungeplant per Kaiserschnitt zur Welt. Da habe ich kurz ein Stossgebet losgeschickt.

Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Menschen, die sich nicht so viele Gedanken machen, wirken automatisch unkomplizierter und dadurch auch sympathischer. Manchmal würde ich gerne weniger studieren und Dinge einfach so nehmen, wie sie sind.

Wie möchten Sie sterben?
Gesund. Ich will nicht jahrelang irgendwo liegen, Schmerzen haben oder leiden müssen.

Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?
Ich bin nicht der Typ für ein grosses Denkmal oder einen besonderen Spruch. Mir wäre eher wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem man mich besuchen kann.

Was nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?
Eine Gitarre, ein riesiges Buch und einen Stift – am besten einer, der nie leer wird.

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