«Dank ihr entdecke ich die Welt noch einmal neu»
Hardrocker Mark Fox widmet seiner Tochter (2) einen Song

Früher machte Shakra-Sänger Mark Fox oft die Nacht zum Tag und führte einen exzessiven Lebenswandel. Die Geburt seiner Tochter vor knapp drei Jahren hat ihn zur Ruhe gebracht. Für das neue Album hat er ihr die berührende Ballade «High Above The Storm» geschrieben.
Kommentieren
1/6
Mark Fox ist Frontmann und Leadsänger der Berner Hardrockband Shakra. Er war von 2003 bis 2009 dabei und kam nach einem Unterbruch 2015 definitiv zurück.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mark Fox hat für das neue Shakra-Album ein Lied für seine Tochter geschrieben
  • In «High Above The Storm» verspricht er der bald Dreijährigen stetige Treue
  • Das neue Album «Just Live Loud!» erscheint am 4. September 2026
RMS_Portrait_AUTOR_720.JPG
Jean-Claude GalliRedaktor People

Am Freitag, 4. September, erscheint mit «Just Live Loud!» das vierzehnte Studioalbum der Berner Hardrockband Shakra. Ein Titel sticht dabei besonders heraus, die Ballade «High Above The Storm».

Auch für Leadsänger Mark Fox (48) ist es jener Song, der ihn am meisten berührt. «Den Text habe ich für meine Tochter geschrieben. Er ist ein Manifest meiner Liebe für sie, das Versprechen, immer zu ihr zu halten und für sie da zu sein, egal, was passiert», sagt er gegenüber Blick. 

Vor knapp drei Jahren ist Fox Vater geworden, was ihn bestärkt hat, den Rock'n'Roll nur noch auf der Bühne zu zelebrieren. Eine lebensbedrohliche Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte ihm vor acht Jahren erstmals schonungslos seine Grenzen gezeigt.

Hühnerhaut garantiert

«Die Geburt hat wieder ein komplett neues Kapitel aufgeschlagen», sagt Fox. «Als es so weit war, haben viele Musikerkollegen vermutet, ich hätte sicher schon einen Song für meine Tochter vorbereitet. Doch für mich sollte das nicht nur eine blosse Pflichtübung sein.»

Erst während der Arbeit am neuen Album sei der richtige Augenblick gekommen. «Als mir Thomas Muster die Melodie vorstellte, spürte ich es sofort. Und der Text hat sich wie von selber geschrieben», sagt Fox. «Denn dank meiner Tochter entdecke auch ich die Welt noch einmal ganz neu. Und versuche, so gut es geht, ihre Perspektive und ihren frischen Blick zu teilen.»

Beim Schreiben sei er emotional sehr bewegt gewesen. «Ich bekomme noch immer Hühnerhaut, wenn ich über den Song spreche, auch jetzt.»

Manchmal sei es sehr schwierig für ihn, keine genaue Anleitung dafür zu haben, was in der Erziehung richtig und falsch sei. Vor allem, weil er nicht in die Zukunft schauen und wissen könne, ob er seine Aufgabe erfülle.

«Es ist eine Art Mitwachsen und ich lerne selber jeden Tag etwas hinzu. Vater zu sein, ist alles andere als berechenbar. Das Wichtigste scheint mir, sich auf alles zu freuen, was kommt.»

Die Tochter wünscht sich «Papamusik»

Mit der Musik von Shakra ist Fox' Tochter schon vertraut. «Sie ist einer der wenigen Menschen, die bereits das ganze Album gehört haben», sagt er. «Ich hatte natürlich enormen Respekt vor diesem Moment. Als Vater möchte ich ja unbedingt, dass meine Tochter meine Musik mag. Andererseits will ich sie auch nicht zu stark beeinflussen. Im Moment hört sie gerne Kinderlieder. Wenn Musik von mir läuft, sagt sie fast gar nichts. Es kommt zu meinem Glück aber regelmässig vor, dass wir im Auto unterwegs sind und sie sich ausdrücklich ‹Papamusik› wünscht.»

Fox will seine Tochter mit möglichst vielen Musik-Genres vertraut machen. «Ich höre selber auch nicht nur Hardrock. Ich möchte, dass meine Tochter möglichst weltoffen und interessiert aufwächst. Mit eigenem Leben, eigenem Denken und eigenem Geschmack.»

Bühnenluft hat sie auch schon geschnuppert. «Letzten Sommer war sie kurz am Riverside Festival dabei. Sie hat auch Marc Storace kennengelernt, der mit Krokus ebenfalls dort spielte. Und das allererste Konzert erlebte sie noch im Bauch der Mutter, als wir 2023 in der Mühle Hunziken spielten. Das war ihr erster Berührungspunkt mit Shakra.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen