Darum gehts
- Sara Leutenegger erlebt sexuellen Übergriff auf ihren Sohn in Zürich
- Mann fasst Sohn an, lächelt und verschwindet zügig um die Ecke
- Dem Zürcher Strandbad Tiefenbrunnen hat sie den Vorfall gemeldet
Was für ein Albtraum! Influencerin Sara Leutenegger (32) erlebt am Mittwoch im Zürcher Strandbad Tiefenbrunnen mit ihrem Sohn Pablo (3) einen Schockmoment, den sie so schnell nicht vergessen wird. Es ist heiss, die Badi voll, es ist ihr erster Besuch dort.
Dann muss ihr Kleiner dringend aufs WC. «Ich nahm ihn auf den Arm und merkte, dass ich vor dem Männer-Klo stand. Da ich mit ihm immer aufs Damen-WC gehe, schaute ich mich danach um – und bemerkte plötzlich eine komische Bewegung an ihm», erzählt Sara Leutenegger gegenüber Blick.
Der Sex-Grüsel lächelte und ging
Als sie genauer hinschaut, trifft sie fast der Schlag. «Da war ein älterer Mann, der meinem Sohn an den Hintern fasste, herumgrapschte und knetete», sagt sie. Für die zweifache Mutter ein absoluter Horror-Moment. «Ich bin total ausgerastet, habe ihn angeschrien, ob es ihm eigentlich noch gehe und ob er spinne.»
Der Mann, den sie auf etwa 65 Jahre schätzt, habe sie nur angelächelt – und sei dann zackig um die Ecke verschwunden. «Ich stand unter Schock und überlegte noch, ihm nachzurennen, aber Pablo musste dringend aufs WC.» Einige Badi-Gäste hätten ihr Schreien mitbekommen, sagt die Unternehmerin. «Es hat glaubs niemand realisiert, was passiert ist.»
Den Vorfall hat sie gemeldet
Zurück am Platz warteten ihr älterer Sohn Lio (5) und sein Götti Steven Epprecht (37), Leuteneggers bester Freund und Geschäftspartner in ihrer Social-Media-Agentur. «Steven war genauso angeekelt und schockiert wie ich.»
Beim Verlassen des Strandbads meldete sie den Vorfall an der Kasse. Dort habe man ihr gesagt, es sei leider nicht das erste Mal. «Man sagte mir, sie hätten viele Bademeister, die auf solche Verhaltensweisen achten würden.»
Anzeige bei der Polizei erstattete die besorgte Mutter nicht. «Es ging alles wahnsinnig schnell. Ausser dem Alter hätte ich ihn nicht beschreiben können.» Über den Vorfall spricht sie auch in ihrer Instagram-Story – und wird kritisiert. «Manche finden, ich hätte falsch reagiert und sofort zur Polizei gehen sollen.»
Sie warnt damit alle Eltern
Immerhin: Ihr Sohn habe von dem Übergriff kaum etwas mitbekommen. «Ihn irritierte natürlich, dass ich so geschrien habe. Aber warum, hat er nicht realisiert. Er ist von diesen paar Sekunden zum Glück nicht traumatisiert.»
Trotzdem macht Sara Leutenegger die Geschichte nun öffentlich – als Warnung an andere Eltern. «Achtet immer gut auf eure Kinder. Zieht sie nicht nackt um. Ich würde meine Kinder in einer Badi auch nicht mehr alleine auf den Spielplatz lassen. Sex-Grüsel gibt es leider überall.»
Und für sich selbst zieht sie ebenfalls eine Konsequenz: «Ich würde heute noch lauter und noch länger schreien – bis mir jemand hilft.» Ob sie mit ihren Kindern jemals wieder ins Strandbad Tiefenbrunnen geht, weiss sie derzeit nicht.
Auf Anfrage von Blick sagt die Medienstelle vom Sportamt Zürich: «Das Sportamt bedauert den geschilderten Vorfall sehr. Es ist unser zentrales Anliegen, dass sich alle Badegäste in den städtischen Badeanlagen sicher und wohl fühlen können. Solche Vorfälle kommen in den städtischen Badeanlagen äusserst selten vor. Wir raten Badegästen, sich unverzüglich an das Badpersonal vor Ort zu wenden. Die Mitarbeitenden sind für diese Thematik sensibilisiert, können unterstützen und bei Bedarf Massnahmen einleiten und die Stadtpolizei avisieren.»