«Nichts anderes ist mehr wichtig»
Dominique Rinderknecht über ihr neues Leben als Mama

Seit vergangenem Sommer ist Dominique Rinderknecht Mutter. Die Ex-Miss-Schweiz spricht über ihr Leben in Südafrika, den Schlafmangel, den sie kaum aushält, und die Momente, die sie besonders glücklich machen.
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Glückliche Familie: Dominique Rinderknecht und Ehemann Drew Gage mit ihrer Tochter. Zum ersten Mal spricht die Miss Schweiz 2013 über ihr neues Leben als Mutter.
Foto: Astrid Nel / Ever Photography

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dominique Rinderknecht spricht offen über ihr Leben als frischgebackene Mutter
  • Ihre Tochter, geboren Anfang August 2025, ist neugierig und lebhaft
  • Rinderknecht arbeitet nur 3 Tage wöchentlich, Fokus liegt auf Familie
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Patricia BroderRedaktorin People

Im Leben von Dominique Rinderknecht-Gage (36) ist seit der Geburt ihres ersten Kindes nichts mehr, wie es einmal war. Passend zum Muttertag spricht die ehemalige Miss Schweiz zum ersten Mal ausführlich über ihren neuen Alltag als Mama.

«Mit einem Baby ist ein Picknick eigentlich das Beste», sagt Rinderknecht zu Blick. Es ist ein warmer Tag in einem alten Park in Kapstadt (Südafrika). Rinderknecht und ihr Ehemann Drew Gage (35) sitzen im Gras, ihre Tochter ist zwischen ihnen. «Unsere Kleine kann sich hier bewegen, alles anschauen», sagt die Zürcherin und sieht sich im Park um. «Das ist viel entspannter als in jedem Restaurant.»

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Entspannt heisst in der schweizerisch-südafrikanischen Familie aber nicht passiv – im Gegenteil. «Meine Tochter ist sehr lebendig», sagt sie und lacht. «Und sie interessiert sich für alles mehr als für ihr Spielzeug.» Von den Blumen über die Insekten bis hin zum Essen der Eltern – alles zieht die Aufmerksamkeit der Kleinen an. «Sie will einfach überall dabei sein», ergänzt Gage.

«Gesellig wie ich – neugierig wie ihr Vater»

Name, Gesicht und genaues Geburtsdatum ihrer Tochter möchten die Eltern bewusst privat halten. Nur so viel: Die Kleine kam Anfang August zur Welt. Und schon jetzt würden sich klare Charakterzüge zeigen. «Sie ist gesellig wie ich und neugierig wie ihr Vater», sagt Rinderknecht. «Sie will alles verstehen.» Besonders Bücher hätten es ihr angetan – auch solche für Erwachsene. «Drew zeigt ihr manchmal Bücher über Flugzeuge, und sie ist total fasziniert.»

Vor gut einem Jahr machte Dominique Rinderknecht bei ihrer Traumhochzeit in Südafrika ihre Schwangerschaft öffentlich. Wenige Monate später kam ihre Tochter zur Welt – ein Moment, den sie nicht mehr vergisst. «Das war das Verrückteste, was ich je erlebt habe», sagt sie. «Viel intensiver und viel schöner, als ich es mir je hätte vorstellen können.» Ihr Leben habe sich komplett verändert. «Nichts anderes ist mehr wichtig.» Auch für Papa Drew kippte der Fokus schlagartig. «Du denkst dir: Was habe ich eigentlich vorher mit meinem Leben gemacht? Plötzlich hat alles einen Sinn.»

Die ersten Wochen verbringt die kleine Familie, die zwischen Südafrika und der Schweiz pendelt, zurückgezogen in ihrem Haus in Kapstadt. «Ich wollte am Anfang gar nicht raus», gesteht Rinderknecht. «Ich wollte einfach in dieser Bubble, in dieser geschützten eigenen Welt bleiben. Nur ich, mein Mann und unsere Tochter.»

Schlafmangel setzt Rinderknecht zu

Heute ist aus dieser harmonischen Blase ein lebendiger Alltag geworden, und der bringt auch neue Herausforderungen mit sich. «Unsere Tochter ist Frühaufsteherin. Oft beginnt unser Tag kurz nach halb sechs, und mitten in der Nacht wird noch gestillt.» An Ausschlafen sei nicht mehr zu denken. «Ein Baby ist von null auf hundert.» Der Schlafmangel setzt der jungen Mutter zu. «Man weiss nicht, wie man das überlebt. Aber man tut es einfach», sagt sie lachend. Nichtsdestotrotz erfülle sie das Mamidasein sehr. «Noch nie bin ich morgens so glücklich aufgewacht. Ich sehe dieses Gesicht – und alles andere ist weg. Man will dieses kleine Wesen mit allem schützen. Ich würde alles auf mich nehmen, nur damit es ihr gut geht.»

Auch ihre Arbeit hat die Schmuckdesignerin ihrem neuen Leben angepasst. Heute arbeitet sie noch drei Tage pro Woche. «Ich will im Moment einfach mehr Zeit mit unserer Tochter verbringen.» Dinge, die ihr früher wichtig waren, sind es heute nicht mehr. «Wenn ich ausgehe, brauche ich heute nur noch die Hälfte der Zeit von früher», sagt sie und lacht. «Es geht gar nicht mehr länger, denn die Kleine will einfach bei allem dabei sein, egal ob beim Schminken oder beim Zähneputzen.»

Bewusst Zeit nehmen als Paar

Ihre Beziehung als Paar habe sich durch die Geburt ihrer Tochter ebenfalls verändert. «Es hat uns noch nähergebracht», sagt Gage. «Wir haben jetzt das wichtigste gemeinsame Ziel.» Rinderknecht nickt. «Man muss sich aber trotzdem ganz bewusst Zeit füreinander nehmen», sagt sie. Gerade weil das Baby alles bestimme. «Es gibt Abende, da könnte ich sofort einschlafen, aber ich bleibe bewusst noch wach, einfach um mich mit Drew noch etwas zu unterhalten.»

Besonders zärtlich sprechen die beiden übereinander in ihrer Elternrolle. «Sie ist eine unglaublich aufmerksame Mama», schwärmt Gatte Drew von seiner Frau. «Sie spürt intuitiv, was unsere Tochter braucht.» Der angehende Fluglehrer sei «wirklich der beste Papa», gibt Rinderknecht ihrem Ehemann das Kompliment zurück. «Drew war im Leben der Kleinen von Anfang an sehr präsent. Er spricht mit ihr, als würde sie alles verstehen.» Besonders auch was das Thema Kindersicherheit angeht, vertraue sie ihrem Partner blind. «Er sieht alles, was passieren könnte, wirklich alles.» – «Das ist wohl der Pilot in mir», entgegnet Gage.

Regelmässige Anrufe mit Grosi in der Schweiz

Auch Rinderknechts Familie in der Schweiz bleibt im Leben ihrer Tochter präsent. «Ich telefoniere regelmässig mit meinem Grosi in Zürich», sagt sie. «Ich schicke Fotos, mache Videocalls gemeinsam mit der Kleinen – sie wird von allen geliebt.»

Und wie sieht es mit einem Geschwisterchen für ihre Tochter aus? «Wenn es möglich ist, würden wir uns beide ein weiteres Kind wünschen», sagt Rinderknecht. Druck machen sie sich bewusst nicht. «Ich habe in Südafrika gelernt, nicht mehr alles durchzuplanen. Hier ist vieles spontaner, und das gefällt mir.» Im Moment wolle sie vor allem ihr Glück geniessen. «Ich stoppe manchmal und denke mir: Ich nehme das jetzt wirklich alles bewusst wahr – ich lebe meinen Traum!»

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