Glitschige Angelegenheit
Designer Zamboni kreiert Kostüme mit Schleim

Mit «Glitsch» bringt die Choreografin Doris Uhlich eine neue Produktion auf die Bühne. Die Kostüme stammen vom Label Maison Blanche von Yannik Zamboni. Eine neue Herausforderung für den Basler. «Die Mischung aus Tabubruch und Respekt passt perfekt zu mir.»
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Die Produktion «Glitsch» feiert am 25. April Premiere an den Münchner Kammerspielen.
Foto: maison blanche press kit

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Designer Yannik Zamboni entwickelt Kostüme für «Glitsch», Premiere am 25. April
  • Schleim als zentrales Element hinterfragt Körpernormen und fordert handwerkliche Präzision
  • Zamboni plant zwei weitere Theaterprojekte in Deutschland
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Jaray FofanaRedaktorin People

Schleim klebt, zieht sich und entzieht sich jeder Form. Für die meisten ist er Kindheitserinnerung oder Ekelgefühl – für Yannik Zamboni (39) und seine Marke Maison Blanche wurde er zur Gestaltungsaufgabe.

Die österreichische Choreografin Doris Uhlich (49), die bekannt ist für die Hinterfragung normierter Körperbilder, wurde über die Medien auf den Schweizer Designer aufmerksam und meldete sich bei ihm. Die beiden trafen sich in Zürich zum Essen.

Das Theaterstück «Glitsch»

Was folgte, war ein zweijähriger kreativer Austausch, der jetzt in «Glitsch» resultiert: einer neuen Produktion, die am 25. April an den renommierten Münchner Kammerspielen Premiere feiert. Sechs Darstellende tauchen in eine Bühne aus Schleim ein, die Körpergrenzen verschiebt und gängige Vorstellungen von Haut, Form und Norm infrage stellt.

«Doris ist sehr offen und arbeitet viel mit Körperlichkeit, mit nackten Menschen, mit Leuten mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen und mit Obdachlosen», sagt Zamboni. «Sie bricht Normen auf und ist stark sozial engagiert. Diese Mischung aus freier Körperkultur, sozialem Engagement, Tabubruch und einem respektvollen, liebevollen Umgang finde ich schön – und sie passt extrem gut zu Maison Blanche und unseren Werten.»

Auch das Material selbst wurde zur Herausforderung. «Die Kostüme mussten mit dem Schleim funktionieren, mehrere Aufführungen überstehen und nach jeder Vorstellung schnell gewaschen und getrocknet werden können», so der Basler. «Es gab viele Details, die berücksichtigt werden mussten und die auch gewisse Einschränkungen mit sich brachten. Gleichzeitig geben genau diese Leitplanken, innerhalb derer etwas sehr Spannendes entstehen kann.»

Sehr schleimig

Was die Bühne gegenüber dem Laufsteg besonders macht, beschreibt er klar: «Der Aspekt, dass etwas für eine Kundschaft verkäuflich sein muss, fällt in diesem Projekt komplett weg. Das ist sehr befreiend, weil kommerziell getriebene Gedanken keine Rolle spielen.»

Zwei weitere Theaterprojekte in Deutschland sind für Yannik Zamboni bereits in Planung.

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