Darum gehts
- Geneva Keller tritt am Wochenende im Zürcher Hallenstadion auf
- Monster-Jam-Fahrerin begann mit 18 Jahren in Florida
- Geneva fuhr Shows in USA, Australien, England und Skandinavien
Bereits als Kind sei sie Go-Kart-Rennen gefahren, sagt Geneva Keller (20). «Während andere Mädchen mit Puppen spielten, schnallte ich mir einen Helm um und sauste in einer Kiste den Hang hinab», erinnert sie sich lachend.
Heute wohnt Geneva im US-Bundesstaat Florida und ist die jüngste Fahrerin der spektakulären Monster-Jam-Familienshow, die am Wochenende im Zürcher Hallenstadion für Furore sorgen wird. «Es ist das erste Mal, dass ich mit diesem Spektakel in der Heimat auftrete», sagt sie, «um so mehr freue ich mich auf die Premiere!»
Geneva Keller landete nicht von ungefähr in diesem waghalsigen Beruf. Ihr Vater ist Oliver Keller (51), der bekannteste Stuntman der Schweiz. Mehr als zwanzig Jahre lebte der gebürtige Zürcher in Nordamerika, wo er für Filmstars wie Burt Reynolds (1936–2018), Pierce Brosnan (73) und Kevin Costner (71) Kopf und Kragen riskierte. Dort lernte er auch seine spätere Frau Elizabeth (50) kennen, aus der Ehe entstand Tochter Geneva. «Sie ist ganz der Bappe», sagt Oliver Keller nicht ohne Stolz, «sie war schon immer ein Wildfang.»
Bessere Lebensqualität
Während der Corona-Pandemie entschied sich die Familie für die Rückkehr und liess sich im Thurgau nieder. «Die Lebensqualität ist für Teenager in der Schweiz besser als in Amerika, ebenso die Schulen», erklärt Vater Oliver, der hierzulande vor fünf Jahren die Firma 1291 Productions gründete und seither die Action-Szenen für TV-Krimis wie «Tatort» oder «Tschugger» realisiert, aber auch für Kinofilme die Stunts inszeniert. «Wir haben uns schnell gut eingelebt in meiner alten Heimat», sagt Oliver Keller, «auch für Geneva war der Neuanfang in der Schweiz problemlos.»
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Ein Traum geht in Erfüllung
Auf einen sicheren Job wollte Geneva nach Abschluss der Schule aber nicht setzen. Zwar liebäugelte sie zuerst mit einer Ausbildung zur Lehrperson, ging dann aber mit 18 nach Florida und heuerte als Fahrerin bei der Monster-Jam-Organisation an, die auf der ganzen Welt Shows veranstaltet. «Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung», freut sich Geneva Keller, «denn ich bin ein Adrenalin-Junkie.» Den Job habe sie bekommen, da der dortige Chef sie durch ihren Vater schon von klein auf kannte.
In der Monster-Jam-Show müssen die Fahrer in überdimensionalen Trucks tollkühne Stunts vollbringen – zur grossen Freude des Publikums. Geneva Keller ist mit der Show bereits in den USA, in Australien, England und Skandinavien aufgetreten. «Es ist ein toller Job, denn ich kann die ganze Welt sehen», schwärmt sie. Es sei ausserdem ein Job, den sie auch in 30 Jahren noch machen könne. «Ich werde fahren, so lange ich meinen Fuss aufs Gaspedal halten kann», witzelt sie.
Über Verletzungen macht sich die junge Power-Frau keine Sorgen. «Es ist alles eine Frage, wie sehr man das Risiko minimiert», sagt Geneva Keller und wünscht sich selbst Hals- und Beinbruch. «Blessuren kann man sich ja auch beim Fussball oder Skifahren holen.»