Geglückte Premiere von «Chaplin – Das Musical» auf der Walensee-Bühne
Der Tramp trotzte dem Regen

«Chaplin – Das Musical» ist die würdige Huldigung an einen der grössten Schauspieler und Komiker aller Zeiten. Die Premiere auf der Seebühne in Walenstadt war lange vom Regen bedroht. Doch Chaplin und seine Fans zeigten sich standhaft.
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«Chaplin – Das Musical»: Impression von der Premiere am Mittwoch.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • «Chaplin – Das Musical» läuft bis zum 25. Juli auf der Walensee-Bühne
  • Prominente wie Emil oder Bernhard Russi schwärmten bei der Premiere
  • Das Musical zeigt alle Lebensstationen von Chaplin vom Kind bis ins hohe Alter

Auch Petrus muss ein Chaplin-Fan sein. Pünktlich zum Showbeginn um 19.45 Uhr verziehen sich am Mittwochabend die dunklen Regenwolken über Walenstadt SG und geben den Blick auf eine der stimmungsvollsten Seebühnen Europas frei.

Die in der Schweiz erstmals unter freiem Himmel aufgeführte Produktion «Chaplin – Das Musical» zeichnet den Weg von Charlie Chaplin (1889–1977) vom Londoner Strassenkind zum Hollywoodstar nach, der sein spätes Glück mit Oona O’Neill (1925–1991) und acht Kindern im Schweizer Exil in Corsier-sur-Vevey VD fand.

«Die Fröhlichkeit drückte immer durch»

Was fasziniert die prominenten Premierengäste bis heute an diesem Mann, der als stummer Tramp mit Melone, Schnauz und Schaukelgang eine ikonische Figur schuf?

Ex-Mister-Schweiz und Landwirt Renzo Blumenthal (49) sagt: «Ich habe Chaplin schon als Kind mit seinen Filmen ins Herz geschlossen. Er kam fast gänzlich ohne Worte aus – trotzdem hat man alles verstanden.»

Emil Steinberger (93) ist mit seiner Frau Niccel (61) da. Der grosse Schweizer Komiker ist mit Chaplins Sohn Eugene (72) befreundet und sagt: «Charlie Chaplin konnte den Menschen im Allgemeinen perfekt darstellen. Der Mensch, der etwas schräg ist in dieser Welt, jedoch mit einem gesunden Herzen und viel Humor. Teilweise war die Fröhlichkeit leicht versteckt, aber am Schluss drückte sie stets durch. Man konnte sich mit ihm und seinen Entscheidungen identifizieren. Und er hatte sichtbare Freude, wenn ihm etwas gelang.» 

Schauspieler Leonardo Nigro (52) hat alle greifbaren Bücher über Chaplin gelesen. «Er war für mich der Inbegriff aus Passion, Ehrgeiz und Talent – sehr intelligent und feinfühlig. Am besten gefiel er mir in ‹Der grosse Diktator›. Ein visionärer Film, ein Meisterwerk», sagt Nigro.

Und Ski-Legende Bernhard Russi (77) meint: «Für mich repräsentiert Chaplin mit seinen Filmen wunderbare Kindheitsmomente, an die ich mich bis heute gerne und manchmal auch etwas wehmütig zurückerinnere.» 

PS: Sollte Petrus einmal schlecht gelaunt sein: Die Zuschauertribüne ist gedeckt.

«Chaplin – Das Musical» läuft bis zum 25. Juli auf der Walensee-Bühne. Infos und Tickets: www.walenseebuehne.ch. 

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