Darum gehts
- Rekha Datta spricht im Podcast über Kindheit, Familie und Beziehungen
- Sie hatte eine Beziehung mit einer Frau – «eine spannende, schöne Phase»
- Seit 2020 mit Partner zusammen, gemeinsame Tochter, aber Heirat ausgeschlossen
Ganz knapp schrammte Rekha Datta (37) 2008 am «Miss Schweiz»-Titel vorbei. Trotz verpasster Krone gehört sie zu den bekanntesten Teilnehmerinnen des Schweizer Schönheitswettbewerbs, war danach ständig in den Medien. Interviews gibt Datta mittlerweile eher selten. Im Podcast «Spaghetti mit Ketchup und Chäs» wird sie nun überraschend persönlich.
Sie spricht über die «destruktiven» Familienverhältnisse in ihrer Kindheit und darüber, warum sie sich nicht vorstellen kann, ihren Partner zu heiraten. Ausserdem erzählt sie erstmals öffentlich von ihrer Beziehung mit einer Frau.
«Heiraten ist für mich kein Thema»
Im Interview mit Jonathan «Jontsch» Schächter (44) gibt Datta unerwartet tiefe Einblicke in ihr Privatleben. Sie spricht zunächst über die Beziehung zu ihrem Partner, mit dem sie seit 2020 zusammen ist. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Eine Hochzeit ist jedoch nicht in Aussicht. «Ich lege nicht so einen Fokus aufs Heiraten», erklärt Datta. Das habe vor allem damit zu tun, wie sie selbst aufgewachsen ist.
«Meine Eltern haben sich früh scheiden lassen», erzählt sie. Damals sei sie sechs oder sieben Jahre alt gewesen. «Und mein Vater hat dann nochmals geheiratet. Und dann hat er nochmals geheiratet. Und deswegen ist es für mich, sagen wir mal, eher weniger etwas.» Ihr Partner wäre dem nicht so abgeneigt gewesen: «Ich glaube, von seiner Seite wäre es schon eher ein Thema gewesen, aber von meiner Seite ist da so eine Distanz.»
Sie litt unter der «destruktiven Beziehung» der Eltern
Die Scheidung ihrer Eltern sei die Entscheidung ihrer Mutter gewesen; sie sei damals fast «abgehauen», erinnert sich Datta. Unter der «destruktiven» Beziehung der Eltern habe die ganze Familie gelitten. Es gab viel Streit, auch vor Datta und ihrem Bruder: «Es ist zu weit gegangen.» Schon als Kind sei sie froh gewesen, als es zur Trennung kam.
Ihr eigenes Kind wolle Datta anders erziehen, als sie es damals erlebt hat. Früher dachte sie, das «unruhige Familienverhältnis», in dem sie als Kind aufgewachsen ist, sei normal – «aber das war es nicht.» Sie litt zudem unter enormem Leistungsdruck und musste in der Schule stets Bestnoten abliefern. Sie sei eine absolute «Musterschülerin» gewesen. Zu ihrem Vater habe sie nie eine richtige Beziehung aufbauen können: «Er ist so patriarchisch aufgewachsen», erklärt Datta. Es sei schwierig, gemeinsame Themen zu finden. Trotzdem halte sie Kontakt mit dem heute 86-Jährigen.
Beziehung mit einer Frau war «eine schöne Phase»
Ihr Partner ist hingegen ein richtiger Vorzeige-Papi. Er unternehme viel mit seiner Tochter, und sie dürfe bei ihm ganz sie selbst sein. Doch dass Datta schliesslich eine klassische Vater-Mutter-Kind-Familie haben würde, war nicht immer ganz klar. Im Podcast kommen Datta und «Jontsch» plötzlich darauf zu sprechen, dass ihr Leben vorübergehend eine ganz andere Richtung einschlug. «Ich habe einmal mitbekommen, dass du mit einer Frau in einer Beziehung warst. Hat das gestimmt?», fragt sie der Podcast-Host unverblümt.
Datta reagiert zunächst etwas zögerlich, doch dann bejaht sie lachend. Es sei eine spannende Zeit gewesen, «eher kurz, aber sehr intensiv.» Die Beziehung sei für sie vor allem deshalb spannend gewesen, weil sie noch nie mit jemandem in Kontakt gekommen war, der ausschliesslich am gleichen Geschlecht interessiert ist. Die Beziehung habe sich einfach so ergeben, «es war ein Ausprobieren.» Datta beschreibt die Zeit als «mega lässig» und eine «schöne Phase».