Darum gehts
- Chris Brönimann macht seine amtliche «Detransition» auf Instagram öffentlich
- Bekanntgabe hat zahlreiche Kommentare zur Folge, 10'800 Follower reagieren emotional
- 30 Jahre als Transfrau Nadia prägten Chris, für die Erfahrungen ist er dankbar
Chris Brönimann (56) ist zurück – amtlich als Mann. Nach 30 Jahren als Nadia – die bekannteste Transfrau der Schweiz – zieht er einen emotionalen Schlussstrich unter ein Leben zwischen Identitätssuche, Glamour, Schmerz und Neuanfang.
Auf seiner Instagramseite macht Chris seine amtlich anerkannte «Detransition» öffentlich – und löst damit eine Welle von Reaktionen aus. Innert Stunden sammeln sich Hunderte Likes, über 160 Kommentare und zahlreiche Glückwünsche zu seinem Mut an. Seine Community mit rund 10'800 Followern zeigt: Dieser Schritt bewegt.
Eine Reise zu sich selbst
«Manchmal führt der Weg weit hinaus, um am Ende wieder ganz bei sich selbst anzukommen», schreibt Brönimann zu einem Bild von sich, das ihn mit einem amtlichen Dokument in der Hand zeigt. Dann der Satz, der alles verändert: «Amtlich Chris, amtlich Herr.»
Es sind Worte, die unter die Haut gehen. Denn «Nadia» war jahrzehntelang mehr als nur ein weiblicher Vorname. Er war Schutzschild, Identität und Lebensrealität. «Hinter mir liegen 30 Jahre, in denen Nadia mich begleitet, beschützt und geprägt hat», schreibt Brönimann offen. Und weiter: «Ich schliesse dieses Buch nicht, um es zu vergessen. Nadia wird nicht ausradiert.»
Ein bewegender Dank an ein früheres Ich. Brönimann spricht von «Demut» und «tiefer Lebensdankbarkeit». Von einem Kapitel voller «intensiver Erfahrungen, Höhen und Tiefen». Worte, die zeigen: Dieser Entscheid fiel nicht über Nacht.
Viele sind zu Tränen gerührt
Die Kommentarspalte explodiert förmlich. «Was für ein mutiger Schritt», schreibt eine Userin. «Hauptsache, du bist endlich glücklich», meint ein anderer. Viele bedanken sich für die Offenheit von Brönimann. Andere gestehen, sogar Tränen in den Augen gehabt zu haben beim Lesen des Posts.
Chris Brönimann hat seine Community immer mitgenommen auf seiner Reise zurück zu seinem ursprünglichen Geschlecht. Er hat auch öffentlich darüber gesprochen. Gegenüber Blick sagte er Anfang Jahr: «Ich bin Chris. Der, der ich immer war. Ein Mann. Und ich bin nicht non-binär.»
Es ist ein Thema, über das – ausser durch Chris Brönimann – öffentlich kaum gesprochen wird. Umso grösser ist jetzt die Aufmerksamkeit. Nicht mit Provokation. Nicht mit Wut. Sondern mit Ruhe und Würde.
Seinen Post beendet er mit den schönen Worten: «Auf das Leben, auf den Frieden im Herzen und auf das nächste Kapitel.» Dieses beginnt für ihn jetzt auch offiziell als Chris Brönimann.