Darum gehts
- Interview mit Humor, Kindheitsträumen und Schwedenferien
- Lieblingsspiel: Farkle, Lieblingsbuch: «Die kalte Schulter» von Markus Werner
- Materialwert: 25 CHF, zuletzt geweint: 20. Juli 2026 in Stockholm
Welches ist Ihr Lieblingsspiel?
Ich hasse Gesellschaftsspiele. Die einzige Ausnahme, vielleicht neben einem Jass mit den Kindern, ist Farkle, ein einfaches Würfelspiel mit sechs Würfeln. Ideal zum Abschalten.
Was wären Sie als Kind gern geworden?
Höhlenführer. Als Kind war ich einmal in der Beatushöhle im Berner Oberland. Ich fand das unglaublich faszinierend. Der alte Mann, der uns die Tour gab, war so witzig.
Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Für Martina Hingis – und zwar richtig extrem! Ich habe damals sogar einen dicken Ordner angelegt und alles gesammelt, was ich über sie in die Finger bekam.
Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Ein Auftritt an einem kleinen Poetry-Slam-Wettbewerb in München. Dort habe ich vor genau 23 Jahren meine heutige Partnerin und die Mutter unserer Kinder kennengelernt.
Was haben Sie für einen Spitznamen?
Viele nennen mich Gabe. Während eines Sprachaufenthalts wurde ich mal Spike genannt. Die Lehrerin meinte aus dem Nichts: «I’ll just call you Spike» – «Ich werde dich einfach Spike nennen». Später stellte sich heraus, dass ihr Hund so hiess.
Sie verbringen oft Familienferien in Schweden. Wann haben Sie zuletzt geweint?
Vor vier Tagen auf dem Konzert von Bad Bunny in Stockholm.
Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Den Irrglauben, dass ich alles selbst machen kann und muss, würde ich sehr gerne ablegen.
Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?
Essiggurken – aber die aus Schweden! Ich importiere die tatsächlich ab und zu extra.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!
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Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?
Meine Tochter hat mir neulich gesagt, dass ich gut tanzen könne. Das stimmt zwar überhaupt nicht, aber es war wahnsinnig lieb von ihr.
Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Definitiv für Bücher und Zeitungen.
Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Tendenziell eher intelligenter. Ich glaube nämlich, dass wirklich intelligente Menschen meistens auch sympathisch sind.
Wofür sollte es Bussen geben?
Nicht unbedingt offizielle Geldstrafen, sondern eher soziale Ächtung – so richtig schöne, helvetische Bünzli-Strafen, für die man sich einfach stillschweigend schämen muss. Zum Beispiel, wenn jemand im Restaurant die Zeitung liest und sie danach völlig zerfleddert zurücklegt. Wenn der erste Bund hinter dem zweiten liegt, treibt mich das in den Wahnsinn!
Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Mit absolut niemandem! Ich verstehe nicht, wie man so einen Wunsch verspüren kann.
Wie viel sind Sie wert – in Franken?
Meine Mutter hat immer gesagt, der reine Materialwert eines Menschen liegt bei etwa 20 Franken. Rechnet man die Inflation hinzu, bin ich heute vielleicht 25 Franken wert.
Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Ich kündige meiner Partnerin an, dass ich jetzt noch etwas lese. Nach zwei Seiten schlafe ich ein, sodass sie das Licht ausmachen muss.
Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Eigentlich immer den Tag, der gerade vorbei ist. Ich bin ein recht melancholischer Mensch.
Welche drei Gegenstände kommen mit auf eine einsame Insel?
Drei Sackmesser, aber von diesen ganz winzigen, die man am Schlüsselbund hat. Einmal in Grün, Weiss und Gelb. Eine ganze Hütte mit so absurd winzigen Ein-Zentimeter-Klingen zu bauen, finde ich eine schöne Idee. Schliesslich hätte ich ja Zeit. Gleichzeitig würde ich es bereuen, kein anständiges Messer mitgenommen zu haben – und das ist doch der wahre Sinn des Lebens: Fehler machen und bereuen.
Womit belohnen Sie sich selbst?
Mit Twix-Schoggi – aber die neuen grünen mit Haselnuss! Aus dem Tiefkühler schmecken sie noch besser – und meine Kinder finden sie dort nicht.
Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?
«Ebe, gsehsch etz.»