Darum gehts
- Neuer Izzy-Film «Die Promi-Scammer» spricht mit Fans, die ihren gefakten Idolen Geld überweisen.
- Ein Fan überwies Christa Rigozzi Tausende Franken für ihre angeblichen Kinder in Amerika
- Die Tessiner Moderatorin fordert engere Begleitung der Betrugsopfer.
Wer Christa Rigozzi (42) googelt, erfährt schnell, dass sie Miss Schweiz 2006 war, Kriminologie studiert hat und seit neun Jahren Mutter von Alissa und Zoe ist. Der Geburtstag ihrer Zwillinge wird von Boulevardmedien gerne aufgegriffen, denn er fällt auf den 31. Dezember. Über die Moderatorin gibt es viele Informationen – ausser man glaubt ihnen nicht oder ist überzeugt, Wahrheiten zu kennen, die nur man selbst kennt.
Im neusten Izzy-Film «Die Promi-Scammer» geht es um skrupellosen Betrug: mit geklauten Gesichtern, KI-generierten Stimmen und sogar Fake-Facetimevideos. Christa Rigozzi soll, wie einer ihrer älteren, männlichen Fans erzählt, bei ihm mehrfach um Geld gebettelt haben. «Für ihre Kinder in Amerika.» Tausende Franken habe er ihr überwiesen. Zweifel an ihrer Echtheit hatte er nicht. Er habe schon mit ihr einen Videocall gehabt. Auch dies war ein Fake: Christa Rigozzi hat nie mit ihm telefoniert.
Christa Rigozzi hatte keine Ahnung
Auf die Vorwürfe angesprochen, gerät die Tessinerin in Rage. «Ich hatte keine Ahnung und bin total schockiert», sagt sie gegenüber Blick. Sie sei von niemandem, der ihr vermeintlich Geld geschickt hat, jemals kontaktiert oder konfrontiert worden. Sie habe weder Kinder, die in Amerika leben, noch Geld für ihr Studium benötigt. «Nie würde ich jemanden dazu verleiten, Geld zu investieren oder mir zu schicken. Nie im Leben.» Sie habe auch noch nie eine Kontogutschrift erhalten, die sie nicht nachvollziehen konnte.
Diese Form von Betrugsmasche habe sie noch nicht gekannt, so Rigozzi. Es ist nicht das erste Mal, dass Kriminelle in ihrem Namen andere abzocken. Vor knapp zwei Jahren kursierten gefälschte Blick-Posts mit fingierten Storys über Christa Rigozzi auf Facebook. Sie hat daher klare Forderungen: «Dass Menschen, die einem vermeintlichen Prominenten Geld schicken, von ihrem Umfeld eng begleitet werden.»
Es berührt sie sehr, dass «skrupellose Verbrecher Fans ausnützen, belügen und finanziell ausbluten». Sie hofft, dass die forensische Polizei die Empfänger der Gelder zur Rechenschaft zieht. «In meinem Fall möchte ich nochmals betonen: Nie würde ich Fremde animieren oder auch nur empfehlen, eine Investition zu tätigen oder mir Geld zu schicken.»