Norwegischer Palastinsider spricht im Blick
«König Haralds Tod wird eine Katastrophe fürs Volk»

König Harald V. (89) von Norwegen kämpft im Spital in Oslo mit einer bakteriellen Blutinfektion. Seit 17. August bangen die Norweger um ihren Monarchen, dessen Gesundheitszustand sich laut Palast verschlechtert hat.
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König Harald V. von Norwegen ist seit 17. August im Spital in Oslo. Die Sorge um ihn wächst.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • König Harald V. (89) befindet sich seit 17. August im Spital in Oslo
  • Er besuchte 353 von 357 Gemeinden, vier fehlen noch
  • Seit 1991 König, nie Vetorecht genutzt, bleibt demokratievertrauend
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Grosse Sorge um König Harald V. (89) von Norwegen. Seit 17. August liegt er im Riks-Spital in Oslo. Aktuell wird er wegen einer bakteriellen Blutinfektion behandelt. Sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert, wie der Palast am Sonntagabend bekannt gegeben hat. Am Montagnachmittag wurde Kronprinz Haakon (53) gesehen, wie er allein zum Spital gefahren und über eineinhalb Stunden geblieben ist. Sein dritter Besuch in drei Tagen sagt viel über die Ernsthaftigkeit der Situation aus.

Entsprechend wächst die Sorge um den ältesten regierenden Monarchen Europas. Denn mit Harald V. geht für Norwegen auch eine Ära zu Ende. König ist er seit 17. Januar 1991. Seit über 35 Jahren steht er für Bodenständigkeit, Nähe und Stabilität. Gemeinsam mit Königin Sonja (89) hat er 353 der 357 norwegischen Gemeinden besucht. Vier fehlen noch, die hat er für diesen Herbst geplant. Seine grösste Leistung lässt sich nicht in Zahlen messen: Er hat der norwegischen Monarchie Vertrauen und ein Gesicht gegeben.

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König Harald V. hält sich seit Anbeginn aus der Tagespolitik heraus. Zwar besitzt der König ein aufschiebendes Vetorecht gegen Gesetze des Storting, des norwegischen Parlaments. Doch seit seinem Amtsantritt hat er dieses Recht nie eingesetzt. Er vertraut auf die Demokratie – genau das macht ihn für viele so glaubwürdig, wie ein Palastinsider gegenüber Blick sagt. «König Haralds Tod wird eine Katastrophe fürs Volk.» Wie schwer sein Verlust wiegen würde, zeigt der Blick auf seinen Nachfolger, Kronprinz Haakon (53). Er ist im Volk beliebt, doch die Meinung über ihn ist gespalten. «Eigentlich traut man ihm viel zu und mag ihn. Aber die Skandale um seinen Stiefsohn Marius Borg Høiby und die Verwicklungen seiner Ehefrau, Kronprinzessin Mette-Marit, mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein werden ihn immer verfolgen.»

Harald ist der König des Volks

Mette-Marit (53) erfährt nach einer erfolgreichen Lungentransplantation am 17. Juni dieses Jahres viel Mitgefühl. Doch ihr Skandalsohn Marius und die Epstein-Verbindungen belasten ihr Image stark. Am 20. März stellte sich das Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon in einem gemeinsamen TV-Interview den Fragen zur Epstein-Affäre. «Haakon hat seine Frau verteidigt. Doch das Volk hat sich eine klare, deutliche Haltung von ihm gewünscht und nicht bekommen. Das kann fatal für das Vertrauen in ihn sein», so der Insider. Der Norweger tickt so, «dass er das Gefühl hat, in einer Demokratie alles wissen zu dürfen. Auch, was hinter den Palastmauern passiert.» Eine norwegische Monarchie-Anhängerin sagt zu Blick: «König Harald V. ist ein Patriarch wie im Bilderbuch, der immer skandalfrei geblieben ist. Ich hoffe, das Volk ist nach seinem Tod nicht orientierungslos.»

König Harald V. kämpft. Doch die Angst vor dem Danach ist längst da. «Wenn Harald stirbt, stirbt der König des Volks.» 

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