Darum gehts
- Kronprinz Haakon und Mette-Marit feiern ihre Silberhochzeit im August 2026
- Mette-Marit überwand Kritik wegen ihrer Vergangenheit und gesundheitliche Probleme
- 25 Jahre Ehe: Zwei Kinder, ein Verwandtenverlust und Mette-Marits Lungentransplantation
Wenn Kronprinz Haakon (53) und Kronprinzessin Mette-Marit (53) eines können, dann ist es, in schweren Zeiten zusammenzustehen. Egal wie stürmisch das Leben ist: Das Thronfolgerpaar beweist immer wieder, dass echte Liebe selbst die tiefsten Krisen übersteht. Ende August feiern sie nun ihre Silberhochzeit. Ein Meilenstein, an den zu Beginn ihrer Beziehung kaum jemand glauben wollte. Denn ihre Geschichte begann alles andere als märchenhaft. Sie war geprägt von Vorurteilen und heftigem Gegenwind. Doch das, woran andere zerbrochen wären, schweisste Haakon und Mette-Marit bedingungslos und fester zusammen.
Wie stark dieses Fundament von Anfang an war, bewies das Paar bei seiner Hochzeit. Mette-Marit verzichtete darauf, sich traditionsgemäss von ihrem Vater zum Altar führen zu lassen. Stattdessen schritten Haakon und sie Seite an Seite durch den Dom von Oslo. Ein Signal an das ganze Land: Wir gehen diesen Weg gemeinsam – auf Augenhöhe, als gleichwertige Partner. Haakon scheute sich nie, seine Gefühle offen zu zeigen. In seiner berührenden Hochzeitsrede sagte er: «Ich glaube, niemals war ich so stark und auch so schwach wie mit dir. Niemals war ich so voller Liebe.»
Schwierigkeiten zu Beginn
Dank dieser tiefen Bindung schafften es die beiden überhaupt zum Traualtar. Kennengelernt hatten sie sich 1999 bei einem Musikfestival. Über die erste Begegnung mit ihrem Traumprinzen schwärmte Mette-Marit einst in den höchsten Tönen: «Er hat mich gesehen. Er hat mich verstanden. Er war neugierig. Er hat mich festgehalten.»
Doch als die Liebe öffentlich wurde, ging ein Aufschrei durchs Land. Mette-Marit Tjessem Høiby brachte nicht nur ihren zweijährigen Sohn Marius mit in die Beziehung, die Bürgerliche hatte zudem eine wilde Vergangenheit in der Osloer Partyszene. Für Haakon spielte das keine Rolle: Er stand zu seiner Liebsten und nahm den kleinen Marius wie seinen eigenen Sohn an. Die Welle der Kritik setzte Mette-Marit dennoch schwer zu. Sie fühlte sich regelrecht gejagt. Kurz vor der Hochzeit bat sie unter Tränen auf einer Pressekonferenz um Vergebung für ihre Vergangenheit. Mit dieser ehrlichen Verletzlichkeit eroberte sie am Ende die Herzen der Norwegerinnen und Norweger.
Schöne Jahre mit Familie
Nach dem Jawort folgten Jahre voller Familienglück. Die beiden bekamen zwei Kinder: Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20). Gemeinsam mit Marius machten sie die Familie komplett. Auf Schloss Skaugum wuchsen die drei Kinder geborgen auf, gingen auf öffentliche Schulen und verbrachten ihre Freizeit am liebsten in der Natur und mit Bewegung. Das Paar machte dabei privat nie einen Unterschied zwischen Marius und den royalen Geschwistern.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Doch in den kommenden Jahren warteten auch viel Leid und Herausforderungen auf sie. Im Juli 2011 traf ein tragischer Verlust die Kronprinzessin mitten ins Herz: Bei dem Terroranschlag auf der Insel Utøya wurde ihr Stiefbruder Trond Berntsen (†51) getötet. In dieser dunklen Trauerzeit war es Haakon, der seiner Frau Halt gab und ihr unverrückbar den Rücken stärkte.
Neben persönlichen Schicksalsschlägen machten dem Paar im Laufe der Jahre auch öffentliche Vorwürfe schwer zu schaffen. Mette-Marit geriet unter Druck, als ihre Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) bekannt wurde – ein Fehler, für den sie sich öffentlich entschuldigte. Noch viel tiefer traf die Familie jedoch die Entwicklung von Mette-Marits ältestem Sohn Marius Borg Høiby (29). Dieser wurde wegen 34 Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen, zu vier Jahren Haft verurteilt. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, belastet es das Paar zutiefst.
Schwere gesundheitliche Probleme
Als wäre der seelische Druck nicht schon hoch genug, schlug das Schicksal auch gesundheitlich zu: 2018 erhielt Mette-Marit die Diagnose chronische Lungenfibrose. Die Krankheit raubte ihr schrittweise die Kraft und zwang sie zu langen Ruhepausen. Zuletzt verschlimmerte sich ihr Zustand so sehr, dass eine Lungentransplantation unumgänglich wurde. Der Eingriff verlief glücklicherweise erfolgreich, doch der Weg der Genesung ist lang. Die Feierlichkeiten zu ihrer Silberhochzeit wurden deshalb vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Ihren besonderen Tag dürften die beiden also zu zweit geniessen. Um seine Liebste zu unterstützen, passt der Kronprinz noch immer sein Programm an.
Dass ihr gemeinsamer Weg nie ohne Hindernisse verlaufen würde, wussten Haakon und Mette-Marit von der ersten Sekunde an. Doch sie haben bewiesen, dass ihre Liebe jede Belastungsprobe übersteht. Genau so, wie es der Bischof bei ihrer Trauung vor 25 Jahren voraussagte: «Ihr habt nicht den einfachsten Weg gewählt, aber die Liebe hat gesiegt.»