Darum gehts
- Gigi Malua verbrachte Anfang 2026 zwei Monate auf Koh Samui
- Sie reflektierte ihr Leben, arbeitete an neuer Musik und tankte Kraft
- EP-Release-Konzert am 29. Mai 2026, Spendenaktion für Pro Juventute geplant
Die letzten Jahre waren für Gigi Malua (25) ein Auf und Ab: Sie erkämpfte sich einen Namen in der Schweizer Musikszene und schaffte es unter anderem in die Musikshow «Sing meinen Song». Aber sie musste auch Rückschläge einstecken, hatte mit ihrer mentalen Gesundheit zu kämpfen und litt unter anderem an einem Burnout. Um Kraft zu tanken, zog es sie in die Ferne. Anfang 2026 lebte sie zwei Monate auf Koh Samui in Thailand. Komplett alleine.
«Ich wollte schon immer einmal länger weg. Und im letzten Herbst habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und alles gebucht», erklärt Gigi Malua im Gespräch mit Blick. «Das hat mir mega gutgetan. Ich konnte dort viel reflektieren und über Sachen nachdenken, für die ich vorher vielleicht nicht so viel Zeit hatte.»
Thaiboxen, Essen und Pilates
Malua hat sich eine Ferienwohnung mit Meerblick und Sicht auf den Sonnenaufgang gegönnt. Auch Ausflüge auf die Nachbarinsel Koh Phangan und die etwas weiter entfernte Ferieninsel Phuket standen auf dem Plan. «Dort hatte es mir etwas zu viele Leute. Aber das ist ein Luxusproblem», erzählt die Bündnerin. Ihr üblicher Tagesablauf bestand aus «Thaiboxen, Pilates, Essen, am Meer liegen, schlafen. Und alles wieder von vorne.» Auch an neuer Musik habe sie gearbeitet.
Ihre grösste Erkenntnis aus den zwei Monaten? «Ich muss mehr Geduld mit mir haben», sagt sie. «Ich muss einfach mal ein bisschen chillen und dankbar sein für das, was ich habe. Das vergesse ich im Alltag manchmal.» In Stresssituationen sage sie sich jetzt das thailändische Sprichwort «Sabai, Sabai», was so viel heisst wie «Mir geht es gut» oder «Lass es ruhig angehen».
Sie setzt sich für Beratungstelefon 147 ein
Über die mentale Gesundheit zu sprechen, ist für Malua wichtig. «Je mehr Leute das thematisieren, desto einfacher wird es, sich selbst Sachen einzugestehen.» So singt sie auf ihrer am Freitag erschienenen EP «Gigi Malua» über schwierige Tage und toxische Beziehungen. «Ich bin total froh, habe ich diese fünf Lieder geschrieben», sagt sie. «Es ist ein Stein, der vom Herzen fällt. Ich habe darin viele Sachen besprochen, die ich vorher nicht in Worte fassen konnte. Darum ist es mega schön.»
Die Sängerin aus Maienfeld GR setzt sich auch fürs Beratungstelefon 147 der Jugendorganisation Pro Juventute ein. An der Release-Show ihrer EP am 29. Mai 2026 in der Zürcher Kanzlei werden Spenden für die Organisation gesammelt. Zudem hat sie eine Mütze gestaltet, deren Erlös der Plattform zugutekommen soll. Gigi: «Ich finde es sehr wichtig, dass es auch für junge Menschen kostenlose Anlaufstellen gibt, weil es gibt viele Leute, die sich Therapie nicht leisten können oder sich nicht trauen, Hilfe zu holen.»
Bald lässt es sich mit Maluas Musik wieder feiern
Nach dem eher melancholischen Mundart-Pop-Werk «Malua» sollen die nächsten Songs der Sängerin wieder euphorischer werden. «Jetzt wird es Zeit, wieder Spass zu haben», meint sie mit einem Lachen. Erst kürzlich sei sie mit einem Swiss-Music-Award-Gewinner im Studio gewesen und habe an neuen Titeln gefeilt. «Mehr will ich aber noch nicht verraten», so Malua.