Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) thematisiert in einem emotionalen Fernsehinterview mit dem Sender NRK ihre Verbindung mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) offen.
Mit zitternder Stimme sagt sie: «Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen.» Jahrelang hatten die beiden Kontakt, auch nachdem Epstein 2008 erstmals verurteilt worden war. «Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war», erklärte Mette-Marit und gab an, von ihm «manipuliert und getäuscht» worden zu sein.
«Bin die Mutter eines jungen Mannes ...»
Bereits zuvor war der enge Kontakt zwischen der Frau von Kronprinz Haakon (52) und Epstein durch Veröffentlichungen öffentlich geworden. Der Skandal löste in Norwegen grosses Aufsehen aus: Der Name der Kronprinzessin taucht Hunderte Male in den Akten des Falls auf. Viele Norwegerinnen und Norweger kritisierten Mette-Marit dafür, dass sie sich nicht früher ausführlich dazu geäussert hatte.
Die späte Stellungnahme begründee sie jetzt mit gesundheitlichen und familiären Belastungen. Seit Jahren leidet sie an einer chronischen Lungenkrankheit, die ihre Kräfte beansprucht. «Mein Gesundheitszustand ist so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert», sagt sie weiter.
Auch der kürzlich beendete Vergewaltigungsprozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29) habe sie stark belastet. «Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat», erklärte Mette-Marit weiter. In der Vergangenheit hatte sie lediglich schriftliche Erklärungen zu ihrer Beziehung zu Epstein abgegeben, doch das reichte vielen ihrer Landsleute nicht aus.