Darum gehts
- Günther Jauch machte einen Fehler bei «Wer wird Millionär?» und entschuldigte sich
- Eine falsche Antwort kostete einem Kandidaten 1500 Euro in der Show
- Jauch gab 100 Euro aus eigener Tasche als Trostgeld an Zuschauerin
Auch Quizmaster Günther Jauch (69) ist nicht perfekt – und entschuldigt sich mit knapp 100 Franken aus eigener Tasche. In der 3-Millionen-Euro-Sendung von «Wer wird Millionär?» unterlief dem Moderator ein seltener Patzer.
Stefanie Zeng, Chefredakteurin aus Markkleeberg, stand vor der 32'000-Euro-Frage: «Zu welchem Land aus der Weltliteratur bildet die Halbinsel Brobdingnag das Gegenstück?» Sie entschied sich, das Publikum um Hilfe zu bitten. Eine Zuschauerin tippte auf «Narnia», war sich aber nicht sicher. Zeng, die bereits 16'000 Euro sicher hatte, verzichtete aufs Risiko. Doch Jauch verkündete fälschlicherweise: «Narnia ist korrekt.»
Die Freude der Zuschauerin währte nur kurz. Aus dem Off wurde Jauch korrigiert: Die richtige Antwort wäre «Liliput» aus Jonathan Swifts «Gullivers Reisen» gewesen. Der Moderator reagierte prompt, entschuldigte sich und überreichte der Dame 100 Euro als «Trostgeld». «Jetzt haben Millionen von Menschen mitbekommen, dass ich nach 26 Jahren zum ersten Mal einen Fehler gemacht habe», scherzte Jauch.
Jauch drohte mit Abbruch
In der 3-Millionen-Woche kam es zu einem weiteren Aufreger – der Günther Jauch beinahe zum Abbruch der Sendung verleitete. Es war aber nicht etwa ein Kandidat, der den Moderator mit seinem Verhalten auf die Palme brachte, sondern das Team, welches für die Fragen zuständig ist.
Es begann mit einer Frage, an der Kandidat Constantin Wurch ziemlich zu beissen hatte, so sehr, dass er dafür gar den Publikumsjoker verwendete. Das Publikum war jedoch ähnlich ratlos und riet Wurch zu einer falschen Antwort. Die Sendung wollte vom Kandidaten wissen, welches Wort laut Duden auch «sehr gross» oder «absolut» bedeuten könnte. Die Auswahl an Antworten lautete: «hell», «dunkel», «laut» und «leise».
«Das kann keiner in 20 Sekunden hinbekommen»
Ein grosser Teil der Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort tippten auf «dunkel», was dem Kandidaten zum Verhängnis wurde. Denn die richtige Antwort wäre «hell» gewesen, wie beispielsweise beim Ausdruck «der helle Wahnsinn». Jauch gesteht selbst ein, dass er auf diese Antwort nicht gekommen wäre und «ein Brett vor dem Kopf» hatte. Constantin Wurch fällt von 2000 Euro auf 500 Euro runter – und das auch noch während der Spezialausgabe «Die 3 Millionen Euro Woche».
Damit jedoch nicht genug. Als ein neuer Kandidat oder eine neue Kandidatin gesucht wird, wird den hoffnungsvollen Teilnehmern eine Auswahlfrage gestellt, die für Jauch das Fass zum Überlaufen bringt. Innerhalb von zwanzig Sekunden müssen die Ratewütigen in Begriffen wie «Blutsbrüder» oder «Winterpelz» versteckte Tierpaare wie Hündin, Sau, Kuh und Ente entdecken. «Hä? Leute, was ist denn hier los?», ruft Jauch verärgert und ruft aus: «Das kann keiner in 20 Sekunden hinbekommen.» Er soll recht behalten, denn nach dieser Auswahlfrage bleibt der Kandidatenstuhl vorerst leer, es muss eine Alternativfrage gestellt werden.
«Wer gewinnt hier im Ausnahmefall 100 Euro?»
Da droht Günther Jauch mit dem Abbruch der Sendung, sollte so etwas noch einmal kommen. «Wer gewinnt hier im Ausnahmefall 100 Euro», schlägt der Moderator sarkastisch als neuen Titel der Sendung vor. Nach einem zweiten Anlauf darf dann aber doch eine Kandidatin gegenüber von Günther Jauch Platz nehmen und erspielt sich am Ende eine Summe von 125'000 Euro.