Darum gehts
- Daniel Morgenroth denkt über Auswandern nach, falls AfD regiert
- Er wuchs in der DDR auf, liebt Reisen nach Alaska
- AfD erhielt 43,8 Prozent in Sachsen-Anhalt Landtagswahl 2026
Daniel Morgenroth (62) ist seit 2019 festes Crew-Mitglied auf dem ZDF-«Traumschiff». Als Staff-Kapitän Martin Grimm steuerte er in seiner ersten Folge das Schiff nach Sambia – damals noch ohne Kapitän an Bord, nachdem Sascha Hehn ausgestiegen war. «Als Staff-Kapitän bin ich qualifiziert dafür, das Schiff zu übernehmen», erklärte Morgenroth bei seinem Debüt vor der Kamera. Seither ist der Schauspieler regelmässig für Dreharbeiten unterwegs, ob in Kolumbien, Schweden oder auf den Seychellen.
Die Reisen sind für den 62-Jährigen Alltag geworden. Von Januar bis Juni verbringt Morgenroth oft mehrere Monate am Stück fernab seiner Heimat. Doch könnte die Ferne auch sein neues Zuhause werden? Im Gespräch mit «T-Online» gibt er einen Einblick in seine Überlegungen. «Wenn in Deutschland irgendwann eine Situation entstehen sollte, die mich allzu sehr an die DDR erinnert, dann wäre für mich vermutlich der Zeitpunkt gekommen zu gehen.»
Nach der DDR entdeckte er die Welt
Die DDR war für Morgenroths Leben prägend. Er wuchs dort auf, studierte in der DDR. Erst nach der Wende entdeckte er die Welt. Besonders Alaska hat es ihm angetan. «Dorthin zieht es mich immer wieder», sagt er. Dorthin auswandern würde er jedoch trotzdem nicht. «Bei der derzeitigen politischen Lage in den USA kann man darauf allerdings auch ganz gut verzichten.» Ob seine Aussagen über die DDR und die politische Lage in den USA eine indirekte Anspielung auf die derzeitige Situation in Deutschland sind, bleibt offen. Dort erhielt am Wochenende in Sachsen-Anhalt die AfD bei der Landtagswahl einen Stimmanteil von 43,8 Prozent.
Mit einer Überlegung zum Auswandern bei einer AfD-Regierung wäre Morgenroth auf jeden Fall nicht allein. Auch der deutsche Schauspieler Hannes Jaenicke (66) meinte gegenüber «T-Online», er würde bei einer Regierungsbeteiligung der AfD in Deutschland auswandern, da er für die politische Entwicklung «kohlrabenschwarz» sehe.
Vorerst keine Pläne
Doch wohin würde es Daniel Morgenroth ziehen, wenn er Deutschland wirklich verlassen würde? «Skandinavien, Nordnorwegen, Schweden oder auch Finnland: Das sind Gegenden, die mich privat immer wieder anziehen», sagt er. Konkrete Pläne gibt es aber im Moment noch nicht, denn Morgenroth findet: «Am Ende ist es zu Hause ja doch am schönsten.»