Darum gehts
- Christian Ulmen (50) in Skandal um Fake-Profile seiner Ex-Frau verwickelt
- Seine geplante Serie zeigt beängstigende Parallelen zu realen Vorwürfen
- Polnischer Autor Krystian Bala (52) in Mordfall zu 25 Jahren verurteilt
Kurz bevor der Skandal um Christian Ulmen (50) und um das Erstellen von Fake-Profilen seiner Ex-Frau Collien Fernandes (44) bekannt wurde, arbeitete er an einer Serie namens «The Au Pair». Diese wies laut dem «Zeit Magazin» beängstigende Parallelen zu seinem Fall auf. Demnach soll eine der Figuren seiner Freundin gestehen, Aufnahmen von ihr in Sexgruppen veröffentlicht zu haben. In der Serie gehe es «um falsche Identitäten im Internet, pornografische Bilder und Videos und Geheimnisse eines Ehemannes gegenüber seiner Frau».
Eine deutliche Parallele zu Fernandes, die ihrem Ex vorwirft, unter ihrem Namen Nacktfotos von Frauen verschickt zu haben, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehen. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Nun stellt sich heraus, dass er sich von den Geschehnissen im echten Leben nicht nur Inspiration für seine Serie holte, sondern dafür auch noch seine eigene Frau einspannen wollte.
«Mir wurde eine Rolle darin angeboten, ich habe abgelehnt», erklärt die Schauspielerin gegenüber dem «Tagesspiegel». Damals habe sie zum Inhalt nicht mehr gewusst, als dass es sich um ein Au-Pair-Mädchen drehe. «Dass er, während ich Panikattacken hatte und das Geschehene intensiv therapeutisch aufarbeiten musste, daraus eine Comedy macht, davon hatte ich keine Kenntnis.»
Autor beschreibt Mord in Buch – Haft
Persönliche Erlebnisse finden regelmässig Eingang in Literatur und Film. Ein Beispiel dafür ist die Netflix-Serie «Rentierbaby», in der Autor und Schauspieler Richard Gadd (36) seine eigenen Erfahrungen mit einer Stalkerin verarbeitet. Zunächst wurde die Geschichte von vielen als stark fiktionalisiert wahrgenommen, später bestätigte er jedoch den realen Hintergrund.
Ein besonders viel diskutierter Fall spielte sich in Polen ab: Anfang der 2000er-Jahre stiessen Ermittler im Mordfall eines Geschäftsmannes auf den Kriminalroman «Amok» des polnischen Autors Krystian Bala (52). Darin fanden sich auffällige Parallelen zu einem Jahre zuvor begangenen, damals noch ungeklärten Verbrechen. Laut Ermittlern enthielt das Buch Details, die nur der tatsächliche Täter kennen konnte.
Zunächst wurde dieser Zusammenhang als Spekulation abgetan. Doch im Verlauf der Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise, sodass Bala schliesslich angeklagt und in einem Indizienprozess zu 25 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt wurde. Er selbst bestritt die Tat bis zuletzt.