Darum gehts
- Rapper Haftbefehl (40) spricht im Podcast über Drogensucht und Warnungen
- Täglich 20 Gramm Kokain kosteten ihn monatlich 15'000 Euro
- Sport und gesunde Ernährung halfen ihm, von Kokain und Alkohol wegzukommen
Aykut Anhan alias Haftbefehl (40), einer der bekanntesten Rapper Deutschlands, hat in einem bewegenden Gespräch in seinem RTL+-Podcast «Nina & Aykut» über seine langjährige Drogensucht gesprochen. Mit drastischen Worten warnt der 40-Jährige eindringlich vor den Folgen von Substanzmissbrauch: «Es zerstört einfach alles.»
Seit seiner Jugend kämpfte der Musiker mit seiner Abhängigkeit. Bereits im Alter von 13 Jahren konsumierte er zum ersten Mal Kokain. Über 25 Jahre hinweg waren Drogen ein fester Bestandteil seines Lebens – ein Teufelskreis, aus dem er nur schwer herausfand. Trotz seines Erfolges und der Bewunderung Tausender Fans, die ihn in den grössten Hallen Deutschlands feierten, wurde Haftbefehl immer wieder rückfällig. «Je mehr Geld du hast, umso schwieriger wirds, da rauszukommen», sagt er im Podcast. Drei Jahre lang habe er täglich 20 Gramm Kokain konsumiert, was ihn monatlich 15'000 Euro kostete.
«Eine ganz abgefuckte Krankheit»
Das Geld sei nie das Problem gewesen. «Wenn du Geld hast, wird es keiner schaffen», erklärt der Rapper. Menschen, die ihn von seinem Konsum hätten abbringen wollen, habe er gesagt: «Hier, nimm 2000 Euro und halt die Fresse. Lass mich in Ruhe.» Weiter erzählt Haftbefehl, dass er während seiner Sucht nicht einmal mehr das Haus verlassen musste, um an Drogen zu kommen. Dealer warfen ihm die Ware durchs Fenster, und er zahlte mit einer Zigarettenschachtel voller Bargeld. «Es ist einfach eine ganz abgefuckte Krankheit», so der Rapper.
Seine Abhängigkeit habe ihn immer wieder in Lebensgefahr gebracht. Mehrere Therapien brach er ab, bis er schliesslich in einer geschlossenen Klinik landete. Die ersten Stunden dort beschreibt er als brutal. Doch heute, so erzählt er im Podcast, habe er es geschafft, von Kokain und Alkohol loszukommen. «Kokain fasse ich nicht mehr an, Alkohol trinke ich auch nicht mehr.»
Sein Appell richtet sich nun an alle, die mit Drogen in Berührung kommen könnten: «Es ist ein Teufelskreis, lasst die Finger von dem Scheiss! Die Drogen nehmen euch alles weg. Ihr werdet süchtig, ihr verliert euer Geld, ihr verliert eure Familie, die Drogen nehmen euch alles weg!»
Sport und eine gesunde Ernährung seien für ihn entscheidend gewesen, aus dem Sumpf rauszukommen: «Ich habe angefangen zu boxen, und mir geht es schon viel besser».