Schauspielerin Collien Fernandes findet klare Worte
«Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt»

Collien Fernandes hat in einem ausführlichen Interview über ihre Gemütslage gesprochen und geschildert, dass sie in den vergangenen Wochen Hass und Drohungen erhalten habe.
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Collien Fernandes bei einer Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg.
Foto: imago images/Future Image / Christopher Tamcke

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen.
  • Sie wirft ihm Fake-Profile und psychischen Druck vor.
  • Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt zu ihrer Strafanzeige gegen Ulmen.
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Es sind drastische Worte, die Collien Fernandes (44) im Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» äussert. Die vergangenen Wochen seien für die Ex-Frau von Christian Ulmen (50) «emotional wahnsinnig strapazierend» gewesen, erklärt die Moderatorin und Schauspielerin. Fernandes hatte bekanntermassen unter anderem im Gespräch mit dem «Spiegel» vor fünf Wochen schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Partner erhoben. Sie hatte auch Anzeige erstattet. Seitdem steht sie nach eigener Schilderung selbst massiv unter Druck.

«Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt», sagt Fernandes nun in dem Interview. Sie berichtet von Hassnachrichten und Drohungen, die sie erreicht hätten. Sie wirft ihrem ehemaligen Partner vor, mutmasslich Fake-Profile im Netz unter ihrem Namen betrieben und pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Ulmens Anwalt Schertz liess Ende März mitteilen, dass man gegen die initiale Berichterstattung des «Spiegel» gerichtliche Schritte einleite.

«Das soll wie ein Dementi klingen»

In der Debatte, die auf die Anschuldigungen folgte, vermischten sich die Vorwürfe zeitweise mit dem Thema Deepfake-Videos. Ulmens Anwalt Christian Schertz hatte mitgeteilt, es würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet. Fernandes sieht darin einen gezielten Schachzug: «Das soll wie ein Dementi klingen», so die Schauspielerin gegenüber der «Süddeutschen Zeitung».

Dabei sei ihrem Ex-Mann das Herstellen und Verbreiten von Deepfake-Videos nie unterstellt worden. Durch eine Pressemitteilung seines Anwalts aber hätten viele den Eindruck gewonnen, ihr sei widersprochen worden – und sie lüge. «Ich empfinde das als krassen Psychoterror vonseiten meines Ex-Manns», so Fernandes im Interview.

«Er konnte die authentischste Fake-Collien sein»

Mit Ulmen, für den die Unschuldsvermutung gilt, habe sie in der Zwischenzeit keinen Kontakt mehr. Über ihren Ex-Mann und dessen mutmassliches Verhalten bemerkte sie: «Er konnte natürlich die authentischste Fake-Collien von allen sein, weil er wusste, wann ich von Dreharbeiten nach Hause komme, wen ich mag, welche Konflikte ich habe.»

Auch die Isolation habe sie zermürbt. Ulmen habe ihrer Darstellung nach gesagt, Gespräche mit Dritten über den Fall würden seine Persönlichkeitsrechte verletzen. «Das hat mich wütend gemacht, da er meine mit Füssen getreten hat, doch ich habe mich daran gehalten», erklärt Fernandes. Eine Zeit lang habe sie so nur mit einer Therapeutin und ihrer Schwester darüber sprechen können und habe sich als Folge «wahnsinnig einsam» gefühlt, bis sie sich doch ihrem Bekanntenkreis öffnete, der ihr zur Anzeige riet.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt inzwischen zu der Strafanzeige von Collien Fernandes. Diese hatte sie ursprünglich auf Mallorca eingereicht, da sie dort zuletzt mit ihrem Ex-Mann gewohnt hatte. Zudem haben die Spanier schärfere Gesetzte im Bezug auf sexuelle Gewalt gegen Frauen. 

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