Darum gehts
- Barbara Eden wird heute, am 23. August 2026, 95 Jahre alt
- Ihre Rolle als «Bezaubernde Jeannie» machte sie weltberühmt
- Die Serie umfasste 139 Folgen und feierte 2025 ihr 60. Jubiläum
Barbara Eden feiert am 23. August ihren 95. Geburtstag. Und vermutlich steht wieder jene Rolle im Mittelpunkt, die sie vor mehr als 60 Jahren weltberühmt machte: Jeannie, der blonde Flaschengeist im rosa Kostüm, mit frechem Lächeln und dem berühmten Nasenzucken.
Dabei ist Edens Karriere weitaus umfangreicher als ihre Rolle in der Kultserie. Sie erlebte noch eine Hollywood-Ära, in der grosse Studios die Karrieren ihrer Stars massgeblich mitbestimmten. Sie arbeitete mit Weltstars wie Elvis Presley (1935–1977) und Larry Hagman (1931–2012).
Trotz einiger privater Tragödien hat die heute 95-Jährige eines nie verloren: ihren ganz besonderen Zauber.
«Wissen die eigentlich, wie ich aussehe?»
1965 steht die Besetzung der TV-Komödie «Bezaubernde Jeannie» an. Und die Suchkriterien für den weiblichen Flaschengeist scheinen ziemlich eindeutig. Gesucht wird ein grosser, brünetter Co-Star neben Larry Hagman. Barbara Eden ist blond und vergleichsweise klein. Sie wundert sich, als ihr das Drehbuch zur Serie zugeschickt wird. «Wissen die eigentlich, wie ich aussehe?», fragt sie damals.
Von 1965 bis 1970 spielt sie in fünf Staffeln und 139 Folgen die Figur der Jeannie. Die Serie wird zum internationalen Dauerbrenner. Sie macht aus der Schauspielerin ein Fernsehgesicht, das bis heute über Generationen hinweg erkannt wird. «Ich bekomme jede Menge Fanpost, darunter auch aus Moskau, aus Italien, Grossbritannien und Polen. Ich bin total überrascht. Ich bin einfach nur überrascht – aus China, sehr viel aus China», so Eden.
Frühe Begegnung mit JFK
Ende der 1950er-Jahre unterschreibt Eden bei 20th Century Fox, feiert einige frühe Erfolge. In Hollywood stehen ihr auf einmal alle Türen offen. Und auch das Herz eines künftigen Präsidenten fliegt ihr zu.
1957 ist sie mit zwei Kolleginnen auf Promotour für ihr Theaterstück «Wie angelt man sich einen Millionär?», der Bühnenfassung des Monroe-Klassikers. Ausgerechnet am New Yorker Flughafen Idlewild – dem späteren JFK-Airport – spricht sie ein Mann an. Er fragt, ob sie Senator John F. Kennedy (1917–1963) treffen wolle. Das enthüllt sie 2011 in ihrer Autobiografie «Jeannie Out of the Bottle».
Sie willigt ein und wird in einen separaten Raum geführt. Beide begrüssen sich förmlich, unterhalten sich eine Weile, mehr nicht. Als sie ins Flugzeug steigt und in die Tasche ihres geliehenen Pelzmantels greift, findet sie dort einen Zettel mit Kennedys Telefonnummer. Dabei bleibt es – angeblich.
Mit Elvis und Larry vor der Kamera
1960 lebt Eden den damaligen Traum vieler junger Frauen: Elvis Presley wird im Western «Flammender Stern» ihr Filmpartner. Vor und abseits der Kamera harmonieren beide glänzend.
Mit Larry Hagman, dem späteren «Dallas»-Bösewicht, trifft sie in «Bezaubernde Jeannie» ab 1965 auf den nächsten männlichen Superstar. Als Astronaut Major Tony Nelson und Flaschengeist Jeannie geben sie eines der legendärsten Paare der Fernsehgeschichte ab. «Larry war ein echter Charakterkopf. Beim Schauspielern waren wir immer auf derselben Wellenlänge. Und er war sehr lustig und hat es immer geschafft, alle bei Laune zu halten.»
Tod des Sohnes als grosser Schicksalsschlag
2001 kommt es zum wohl grössten Schicksalsschlag in ihrem Leben. Ihr Sohn Matthew stirbt im Alter von 35 Jahren an einer Drogen-Überdosis. 2021 spricht sie über ihre Verzweiflung, Wut und Schuldgefühle: «Es gibt nichts Schlimmeres, als sein eigenes Kind zu verlieren. Obwohl er schon 35 Jahre alt war, war er doch immer noch mein Baby.»
Eden engagiert sich seither in der Drogen-Prävention gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern. Halt gibt ihr ihr dritter Ehemann, der Architekt Jon Eicholtz, mit dem sie seit 1991 verheiratet ist und in Beverly Hills lebt.
«Du kannst niemanden kopieren»
Bis ins hohe Alter wirkt Eden in Filmen und Serien mit. Heute zeigt sie sich noch immer auf Festivals oder spricht in Podcasts über ein modernes Frauenbild, das sie als Jeannie, die den Männern Paroli bietet, mitgeprägt hat. Jungen Kreativen in Hollywood gibt sie einen schlichten Rat: «Bleib dir selbst treu. du kannst niemanden kopieren.»