Darum gehts
- Gaming-Star Rezon verdiente im Oktober bis zu 650'000 Franken, laut ihm sein bisheriger Bestmonat
- Seine Fortnite-Map bringt jährlich knapp drei Millionen Franken und hat über 14'000 Spieler zugleich
- MejorFrancisco hat fast 25'000 Twitch-Follower, kann von den Einnahmen aber noch nicht leben
Lennard Sill ist erst 20 Jahre alt und verdient schon jetzt mehr, als andere in ihrem ganzen Leben nicht. Der junge Mann ist beruflich «Fortnite»-Streamer und Youtuber. Damit macht er inzwischen ordentlich Geld. In einem Stream verriet Rezon, wie sich Sill online nennt, er habe im Oktober einen Betrag im hohen sechsstelligen Bereich verdient.
«Bester Monat, aber es kommen noch Steuern dazu, glaube ich, 650'000 oder 700'000 Euro», so der Deutsche, der für seine Gaming-Karriere die Schule abgebrochen hat. Sich dem Zocken zu widmen, hat sich für ihn bisher ausgezahlt. Bereits mit 17 Jahren hatte er seine erste Million auf dem Konto.
Überrascht vom Oktober-Erfolg
Dass dieses Jahr der Oktober so sehr einschenkte, überraschte Rezon selbst, gibt er zu. Normalerweise sei Dezember der ertragreichste Monat. Über das sozusagen verfrühte Weihnachtsgeschenk freute er sich sichtlich im Livestream.
Ein zentraler Faktor für den Erfolg von «Rezon» ist seine selbst entwickelte «Fortnite»-Map. Das Game ermöglicht es Spielern, eigene Karten zu gestalten und zu veröffentlichen. Tausende Nutzer betreten seine Karte täglich, um zu spielen oder zu trainieren. «Zeitweise sind sogar mehr als 14'000 Spieler gleichzeitig auf meiner Map aktiv», so der junge Unternehmer. Auf die Frage, ob er allein mit seiner «Fortnite»-Map jährlich über drei Millionen Euro verdiene, antwortete er trocken: «Ja.»
Doch die Einnahmen aus der beliebten Spielwelt sind nur ein Teil seines Geschäftsmodells. Sill generiert zusätzlich Einkommen über seinen Youtube-Kanal und durch Kooperationen mit Partnern. Diese Diversifikation verhilft ihm zu einem aussergewöhnlich hohen Verdienst.
Schweizer Streamer kann noch nicht von Einnahmen leben
Auch MejorFrancisco, der grösste Schweizer Streamer, spricht über seine Einnahmen. Im Podcast «The Jerith Pod» verrät er, wie sich das Geld, welches er mit Twitch verdient, zusammensetzt. Alle Abonnenten würden im Monat sechs Franken für ein Abo zahlen. Damit würden sie etwa spezielle Emojis erhalten, welche sie im Chat einsetzen können. Fünfzig Prozent der Einnahmen müsse es an Twitch abgeben, die andere Hälfte behalte er. Durch Werbung verdiene er nicht wirklich etwas, gibt er zu. Wie viele Abonnenten MejorFrancisco hat, verrät er nicht. Er sagt jedoch, dass er von dem Geld noch nicht leben könne, es sei jedoch ein hübscher Nebenverdienst. Insgesamt hat der Streamer bisher fast 25'000 Follower auf Twitch. Wenn also nur schon fünf Prozent seiner Follower auch Abonnenten sind, hat der Schweizer immerhin schon 3750 Franken zusätzlich – nach Abzug des Anteils für Twitch.