Oscar für bester Film geht an «One Battle After Antother»
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Abräumer des Abends:Oscar für bester Film geht an «One Battle After Antother»

Seitenhiebe und Geschichte schreiben
«One Battle After Another» gewinnt «Bester Film»

Die 98. Oscarverleihung ist vorbei und in einem Wort zusammengefasst, war sie brav. Die grossen Skandale und Aufreger blieben aus, auch Überraschungen gab es kaum. «Sinners» war Rekordhalter mit 16 Nominierungen, gewann am Ende aber nur vier Goldmännchen.
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Conan O'Brien moderierte die 98. Oscarverleihung.
Foto: Penske Media via Getty Images
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Silja AndersRedaktorin People

Die Oscars 2026 sind vorbei und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen. Beizeiten wurde es etwas politisch, doch die direkten Schläge blieben aus. Die Seitenhiebe waren da, doch geschickt verpackt, sodass man den entsprechenden Personen nichts vorwerfen kann, denn Namen wurden nie genannt. Auch auf dem Teppich blieb es überraschend brav, auf ausgefallene Outfits musste man warten. Natürlich war das ein oder andere hässliche Kleid dabei, aber Aufreger fehlten auch hier.

Geschichte wurde trotzdem geschrieben. Zum einen wurde erstmals ein Oscar in der Kategorie «Bestes Casting» verliehen. Viel wichtiger jedoch: Zum allerersten Mal in der Geschichte der Academy Awards gewann eine Frau den Oscar in der Kategorie «Beste Kamera». Ihr Name: Autumn Durald Arkapaw. Ausserdem erhielt «Sentimental Value» einen Oscar in der Kategorie «Bester internationaler Film» – der erste norwegische Film, dem diese Ehre zuteil wird.

Kein einziger Oscar für Timothée Chalamet

Der grosse Verlierer des Abends war wohl Timothée Chalamet. Er und sein Film «Marty Supreme» gingen komplett leer aus. War es seine Aussage über Oper und Ballett? Oder ist es der Kardashian-Fluch, der ihn nun doch trifft? Moderator Conan O’Brien liess es sich nicht nehmen, Chalamet durch den Kakao zu ziehen und erklärte in seinem Eröffnungsmonolog, dass es «Bedenken hinsichtlich möglicher Angriffe sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballettszene» gebe. An Chalamet gewandt ergänzte der Moderator dann: «Die sind nur sauer, dass du den Jazz vergessen hast!» Zudem machte er sich über die alternative Halbzeitshow des Super Bowls lustig und sagte: «Es könnte heute Abend politisch werden», weshalb es vorsichtshalber eine alternative Oscarverleihung, moderiert von Kid Rock, gebe. 

Auch die Epstein-Akten wurden von O’Brien aufgegriffen, ebenso wie Ex-Prinz Andrew. Der Moderator erwähnte, dass zum ersten Mal seit zwölf Jahren kein britischer Schauspieler oder Schauspielerin für den Oscar als «Bester Hauptdarsteller» oder «Beste Hauptdarstellerin» nominiert wurde. «Ein britischer Sprecher sagte ‹Ja, nun, wenigstens verhaften wir unsere Pädophilen›». Am Ende liess er sich von Josh Groban als Gott besingen und zum König krönen. Eine Anspielung auf Trump? Namen wurden zumindest keine genannt. Soowhl Conan O’Brien als auch einige der Präsentierenden machten immer wieder auf die Gefahr von künstlicher Intelligenz aufmerksam, die den Filmschaffenden das Leben immer schwerer macht. O’Brien witzelte gar, dass er der «letzte menschliche Moderator» der Oscars sei. Auch dass ab 2029 die Verleihung nur noch auf Youtube übertragen wird, wurde O’Brien humorvoll aufgenommen – auch wenn die Begeisterung bei den Fans zu seiner Moderation ausblieb.

Die diesjährigen Oscars kann man vorsichtig als brav bezeichnen, gelinde gesagt waren sie aber doch fast ein wenig langweilig. Da wünscht man sich beinahe eine Ohrfeige à la Will Smith zurück. 

04:13 Uhr

Alle Gewinnerinnen und Gewinner in der Übersicht

03:56 Uhr

Fertig, danke und gute Nacht!

Das waren also die Oscars 2026. Wir bedanken uns fürs Mitlesen und wünschen euch eine gute Nacht – oder besser gesagt: Guten Morgen! Der Oscar für den besten Liveticker verleihen wir uns jetzt einfach mal selber.

03:40 Uhr

Die Blick-Community hatte den richtigen Riecher

23 Prozent aller Personen, die abgestimmt haben, welcher Film gewinnen sollte, lagen richtig – und waren damit tatsächlich in der Mehrheit. Einen Preis bekommt ihr zwar nicht, aber die Genugtuung, dass ihr Recht hattet. Ist ja auch was.

03:38 Uhr

«Marty Supreme» geht leer aus

Tja, lieber Timothée Chalamet, offenbar interessiert dein neuer Film die Academy genauso wenig wie dich Ballett und Oper. Ist der Kardashian-Fluch eingetreten? Kein einziger Oscar ging an «Marty Supreme». Und «Sinners»? Für 16 Oscars nominiert, aber nur vier Awards gewonnen. Auch keine grosse Ausbeute.

03:35 Uhr

Und der Oscar in der Kategorie «Bester Film» geht an ...

... «One Battle After Another»! Damit hat Leonardo DiCaprio immerhin indirekt auch gewonnen.

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03:34 Uhr

Ewan McGregor!!!

Ein Traum wird wahr! Ewan McGregor präsentiert den «Besten Film»! Oh mein Gott, ich liebe diesen Mann, seit ich ihn das erste Mal in «Star Wars» gesehen hab. Kleiner Knirps im Kino, hübscher junger Obi Wan Kenobi auf der Leinwand. Und dann singt er auch noch? Die Oscars sind für mich gerettet!

03:29 Uhr

Und jetzt kommt der Oscar für die «Beste Hauptdarstellerin»

Die grosse Siegerin: Jessie Buckley für «Hamnet»! «Ich möchte diesen Preis dem Chaos eines Mutterherzens widmen», so die frisch gebackene Oscarpreisträgerin.

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03:20 Uhr

Der Oscar für «Bester Hauptdarsteller» geht an …

... Michael B. Jordan für seine Rolle in «Sinners». Damit hat der Film vier Oscars bisher gewonnen. Räumt er nun in der grossen Kategorie «Bester Film» ab? Wir werden es in wenigen Minuten erfahren.

Michael B. Jordan ist bester Hauptdarsteller
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Oscar für «Sinners»:Michael B. Jordan ist bester Hauptdarsteller
03:16 Uhr

Zendaya sieht umwerfend aus

Ich hab genau hingeschaut, aber vielleicht hab ich den Ring an Zendayas Finger nicht gesehen. Sie soll ja inzwischen mit Tom Holland verheiratet sein. Die Schauspielerin präsentiert gemeinsam mit Robert Pattinson den Oscar für «Beste Regie», der an Paul Thomas Anderson für «One Battle After Another» geht.

03:10 Uhr

Standing Ovation nur fürs Auftreten

Lionel Richie präsentiert den Sieger für «Bester Song» und erhält eine Standing Ovation nur schon dafür, dass er auf die Bühne kommt. Das ist mal ein Statement vom Publikum. Und gewinnt den Oscar? «Golden» aus dem Film «KPop Demon Hunters».

«Golden» vom Film «KPop Demon Hunters»
3:21
Ausgezeichnet als bester Song:«Golden» vom Film «KPop Demon Hunters»
03:05 Uhr

Jetzt wirds politisch

Javier Bardem eröffnet seine Präsentation mit: «Nein zu Krieg und Free Palestine!» Er trägt zudem zwei riesige Anstecker, auf dem einen ist deutlich in roter Schrift «No Guerra» zu lesen, als «Kein Krieg». Es war wohl das bisher politischste Statement des Abends. Er und Priyanka Chopra-Jonas überreichen «Sentimental Value» den Oscar für «Bester Internationaler Film». Regie hat übrigens Joachim Trier geführt, mit dem mein Kollege Laszlo Schneider im Dezember ein spannendes Interview führte, das hier zu lesen ist. Auch Trier wird etwas politisch und sagt, man solle nicht für Präsidenten wählen, die nicht daran denken, dass alle Erwachsenen für alle Kinder verantwortlich sind.

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