Fans finden es «anstössig»
Martha Stewart empört mit geschmacklosem Halloween-Kostüm

Martha Stewart hat mit einem Halloween-Kostüm als hungernde Obdachlose für Empörung im Netz gesorgt. Es ist nicht der erste Skandal, in den die Lifestyle-Ikone verwickelt ist.
Kommentieren
1/5
Martha Stewart hat mit ihrem Halloween-Kostüm für Empörung im Netz gesorgt ...
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Martha Stewart löste mit einem Halloween-Kostüm als Obdachlose heftige Kritik im Netz aus
  • Das Bild war Teil einer Instagram-Werbung für ihre Kerzenkollektion und wurde rasch gelöscht
  • Stewart entschuldigte sich, nannte das Kostüm taktlos und verwies auf ihr Engagement für Obdachlose
Sabrina_Rhyner_Redaktorin People_Blick_2-Bearbeitet.jpg
Sabrina RhynerRedaktorin People

Zerfetzte Kleidung, Schmutz auf den Wangen und ein Kartonschild mit dem verzweifelten Hilferuf «ICH HABE HUNGER, HELFT MIR!» – mit dieser Aufmachung sorgte Lifestyle-Ikone Martha Stewart (85) an Halloween für Fassungslosigkeit im Netz.

Die Tatsache, dass das Foto Teil einer Bilderstrecke auf Instagram war, die ihre Kerzenkollektion anpreisen sollte, machte die Inszenierung für viele zu einer beispiellosen Geschmacklosigkeit. Zwar reagierte Stewart prompt und löschte das Bild nach wenigen Minuten, doch die Empörungswelle rollte da bereits unaufhaltsam durch das Netz.

Sie wollte helfen

Mehrere Nutzer bezeichneten das Kostüm als «anstössig» und «realitätsfern». Besonders der Kontrast zu Stewarts persönlichem Wohlstand – ihr Vermögen wird auf umgerechnet etwa 328 Millionen Franken geschätzt – stiess vielen bitter auf.

Kurz nachdem das ursprüngliche Bild gelöscht worden war, veröffentlichte Stewart eine Stellungnahme über ihren Sprecher gegenüber verschiedenen US-Medien. Das Kostüm sei keineswegs böswillig gemeint gewesen, sondern sollte vielmehr «Aufmerksamkeit auf das ernste Thema Obdachlosigkeit lenken». Obdachlosigkeit sei eine anhaltende soziale Epidemie, die ihr sehr am Herzen liege und für deren Bekämpfung sie sich seit Jahren wohltätig einsetze.

«Kommt endlich drüber hinweg»

Kurz darauf postete die 85-Jährige dann eine weitere Erklärung auf Instagram. Es sei «schwer zuzugeben, wenn man wirklich Mist gebaut hat». Sie betont, dass sie wisse, «dass viele Menschen wirtschaftlich zu kämpfen haben», daher sei ihr Kostüm «taktlos» und «nicht lustig» gewesen.

Während vereinzelte Stimmen versuchten, Stewart in Schutz zu nehmen – etwa mit dem Hinweis, dass «Hobo»-Kostüme in den 1970er-Jahren schliesslich «keine grosse Sache» gewesen seien und die Leute «endlich drüber hinweg» kommen sollten –, bleibt die Kritik. Unter Stewarts aktuellen Posts finden sich nach wie vor zahlreiche enttäuschte Fans.

Es ist übrigens nicht die erste Krise, die Stewarts Imperium erschüttert. 2004 war die US-Unternehmerin infolge eines Insiderkenntnis-Skandals zu einer fünfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Stewart soll demnach damals Aktien eines Biotechnologieunternehmens verkauft haben, kurz bevor ein Kurssturz folgte. Im Anschluss wurde der Unternehmerin Behinderung der Justiz und Falschaussagen vorgeworfen. «Die Anwälte haben mich völlig ausgenommen», erklärte Stewart vor kurzem in einem Podcast, fügte jedoch hinzu:«Ich bin wieder da. Mir geht es ziemlich gut.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen