Darum gehts
- König Charles III. beendet USA-Besuch mit Trump-Treffen im Weissen Haus
- Trump nannte Charles vor Kameras den «grössten König», Charles blieb reserviert
- Erster Bermuda-Besuch als Staatsoberhaupt nach Zeremonien in den USA geplant
Am letzten Tag des Staatsbesuchs von König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump (79) das britische Königspaar im Weissen Haus offiziell verabschiedet. Der Besuch, der über vier Tage andauerte, endete mit einem kurzen gemeinsamen Fototermin an der South Portico – begleitet von demonstrativer Herzlichkeit auf der einen und zurückhaltender Distanz auf der anderen Seite.
Trump bezeichnet Charles als «grösster König»
«Der grösste König, in meinen Augen», sagte Trump vor laufenden Kameras über Charles, während beide sich gemeinsam mit First Lady Melania Trump (56) und Königin Camilla für Fotos positionierten.
Kurz nach dem Fototermin zogen sich die beiden Delegationen ins Innere des Weissen Hauses zurück, bevor das Treffen bereits nach wenigen Minuten wieder beendet war. Anschliessend setzte das Königspaar seine Reise zu weiteren Stationen im US-Bundesstaat Virginia fort. Trump verabschiedete die abfahrende Kolonne mit den Worten: «Grossartige Menschen. Wir brauchen mehr solcher Menschen in unserem Land.»
Besuch in Virginia und Reise nach Bermuda
Vor dem Abschiedsbesuch im Weissen Haus nahmen Charles und Camilla am Donnerstagnachmittag an einer Zeremonie auf dem Arlington National Cemetery teil. Dort legte der Monarch einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder – ein zentraler Ort des nationalen Gedenkens in den USA.
Zuvor hatten Charles und Camilla am Mittwoch der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York gedacht und einen Kranz am ehemaligen Standort des World Trade Centers niedergelegt.
Für den letzten Tag ihres Aufenthalts ist ausserdem ein Besuch eines lokalen Gemeinschaftsfests in Virginia vorgesehen. Dort soll das Königspaar an einer sogenannten «Potluck»-Veranstaltung teilnehmen – einem typisch nordamerikanischen Konzept eines gemeinschaftlichen Essens.
«Toiletten-Scouts» suchen geeignete Tankstelle
Im Vorfeld der Fahrt wurde eine Vorhut der britischen Botschaft entsandt, um entlang der Route die besten Orte für eine Toilettenpause des königlichen Paares ausfindig zu machen, wie Journalistin Anne McElvoy von von «Politico» berichtet.
Die «Toiletten-Scouts» fanden eine Tankstelle mit einer freundlichen Managerin – und vermutlich eine Toilette in angemessenem Zustand, heisst es in dem Newsletter Politico Playbook, der die Leser über die aktuellen Entwicklungen in Washington auf dem Laufenden hält. Als sie die Leiterin der Tankstelle kontaktierten, bestätigte ein Insider der Botschaft gegenüber Playbook, dass diese von der Aussicht auf einen königlichen Besuch so überwältigt war, dass sie in Tränen ausbrach.
Im Anschluss an den US-Aufenthalt reist das Königspaar weiter nach Bermuda. Das britische Überseegebiet ist eines der wenigen Territorien, in denen Charles weiterhin Staatsoberhaupt ist. Es ist sein erster Besuch dort in dieser Rolle.