Darum gehts
- Schauspieler Ralf Richter stirbt unerwartet mit 69 Jahren, Spendenaktion gestartet
- Familienfreundin Muriel Tacke organisiert Spenden, über 21'000 Euro gesammelt
- Geplante 8000 Euro übertroffen, überschüssiges Geld geht an Obdachlosenhilfen
Die Nachricht vom plötzlichen Tod des deutschen Schauspielers Ralf Richter hat in der Nacht auf den 15. September viele erschüttert. Wie sein Management am Dienstag mitteilte, verstarb Richter «unerwartet und viel zu früh» im Alter von 69 Jahren. Fans, Weggefährten und Persönlichkeiten aus der Filmwelt nahmen Anteil an dem Verlust, während eine Spendenaktion ins Leben gerufen wurde, um die Familie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.
Anschliessend wurde eine Spendenaktion für die Beerdigungskosten des Schauspielers ins Leben gerufen. Nicht jedoch, wie anfangs vermutet, von der Familie selbst, sondern von Muriel Tacke, einer engen Freundin der Familie. In dem Begleittext auf der Spendenseite wird betont, dass man die Familie finanziell entlasten wolle und ihr einen würdevollen Abschied für Ralf Richter ermöglichen wolle.
«Wünsche mir eine pietätvolle Trauerfeier»
Sohn Maxwell Richter (44), der sich mit Kritik an der Aktion auseinandersetzen musste, erklärt gegenüber dem Newsportal t-online, dass er zunächst skeptisch gewesen sei. «Ich wusste, dass viele Leute denken, Schauspieler schwimmen im Reichtum.» «Doch das ist Unsinn», so Maxwell. Für ihn stehe das Vermächtnis seines Vaters im Vordergrund: «Ich wünsche mir eine grössere, pietätvolle Trauerfeier – keine Party mit Champagner-Brunnen, sondern eine Würdigung, die seinem Lebenswerk angemessen ist.»
Die Spendenaktion wurde am Donnerstagnachmittag um 14.30 Uhr offiziell beendet. Auf der GoFundMe-Seite erscheint nun der Hinweis: «Für diesen Spendenaufruf werden derzeit keine Spenden angenommen.» Dies geschah auf den Wunsch der Familie hin, da inzwischen über 21'000 Euro zusammengekommen waren – weit mehr als die anfangs geplanten 8000 Euro. «Mehr brauchen wir nicht», erklärt Maxwell Richter. «Es soll nicht obszön werden, denn wir beabsichtigen nicht, uns mit dem Geld eine schöne Zeit zu machen. Wenn Geld übrig bleibt, werden wir dies für Obdachlosenorganisationen spenden.»
Die Familie plant nun eine Trauerfeier, die Ralf Richters Lebenswerk gerecht werden soll. Details dazu sind noch offen, doch Maxwell äusserte den Wunsch, seinen Vater in Bochum (D) beizusetzen. «Das hätte sich Papa gewünscht», erklärte er.