Darum gehts
- Peter Maffay (76) kämpft mit Vergesslichkeit, nutzt Teleprompter bei Konzerten
- Er radelt täglich 12 Kilometer, reduziert Tourneen für Tochter Anouk
- Schweizer Musiker Eicher und Huber berichten über Lampenfieber vor Auftritten
Peter Maffay (76) gibt auf der Bühne noch immer Vollgas. Hinter den Kulissen kämpft der Sänger mit einer Schwäche, die ihn seit Jahren begleitet: seiner Vergesslichkeit. «Ich vergesse regelmässig meine Texte», gibt Maffay im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zu.
Um bei Konzerten nichts dem Zufall zu überlassen, nutzt er einen Teleprompter. Trotz seiner Vergesslichkeit zeigt sich der gebürtige Rumäne entspannt. «Das weiss inzwischen jeder, und das versuche ich auch gar nicht zu bagatellisieren. Ich muss mir das immer wieder draufschaffen», erklärt er. «Es gibt Leute, denen fällt so etwas völlig in den Schoss. Die machen das aus dem Effeff. Zu denen gehöre ich nicht.»
Zwischen Familie und Musik
Maffay, der seit mehr als fünf Jahrzehnten auf den Bühnen Europas steht, denkt nicht ans Aufhören. «Ich will nicht so viel auf der Strasse sein, aber ich will auch auf die Strasse nicht verzichten, weil ich etwas anderes nicht gelernt habe», sagt er.
Sein Leben bleibt ein Balanceakt zwischen Musik und Familie: Tourneen hat er mittlerweile reduziert, um mehr Zeit mit seiner kleinen Tochter Anouk zu verbringen. Auch abseits der Bühne bleibt der Sänger aktiv. Jeden Morgen radelt er zwölf Kilometer durch den Wald, um fit zu bleiben.
Eicher und Huber ticken ähnlich
Auch Schweizer Musiker sprachen bereits über ihr Lampenfieber vor grossen Auftritten. Stephan Eicher (65) etwa gesteht offen, dass ihn das Gefühl, ein «Hochstapler» zu sein, vor Konzerten regelmässig mit wackligen Beinen zurücklässt – getrieben vom tiefen Respekt, sein Publikum zu enttäuschen.
Genauso wie Patent-Ochsner-Sänger Büne Huber (68). «Ich bekomme Bauchweh. Mir wird schlecht. Ich habe Durchfall», beschrieb Huber seine Gemütslage vor einem Konzert einst gegenüber SRF.