Darum gehts
- Julie Andrews (90) beendet Schauspielkarriere, bleibt aber beruflich aktiv
- Sie verzichtet auf «Plötzlich Prinzessin 3», schreibt Bücher und Podcasts
- 2025 erhielt sie Creative Arts Emmy für Stimme in «Bridgerton»
Julie Andrews (90) hat ihre Zeit vor der Kamera für beendet erklärt. Auslöser war ein Gespräch über «Plötzlich Prinzessin 3», den dritten Teil der Disney-Reihe, auf den Fans seit zwei Jahrzehnten warten. Andrews wird darin nicht zu sehen sein. «Instyle» erklärte sie auf die Frage nach ihrem aktuellen Beschäftigungsverhältnis: «Ich denke, ‹im Ruhestand› wäre wohl die beste Beschreibung dafür.»
Die Produktion des Films habe sie «das ganze vergangene Jahr über gefragt, ob ich Lust darauf hätte», berichtete die Schauspielerin. «Es war sehr, sehr schwer, Nein zu sagen. Aber ich habe es getan.» Sie habe eine wunderbare Zeit gehabt, und dieser Film werde auch ohne sie gedeihen. Er brauche keine «Grossmutter, die in meinem Alter da noch mitmischt».
Nein zur Kamera, Ja zum Mikrofon
Die Absage bedeutet allerdings keinen kompletten Abschied von ihrem Berufsleben. Andrews schreibt Bücher, nimmt Podcasts auf und arbeitet als Sprecherin. «Ich bin nicht vollständig im Ruhestand, aber es ist eine andere Art von Arbeit, die ich heute mache», sagte sie dem «Hollywood Reporter». Gleichgültig ist ihr die Reihe deshalb nicht: «Es ist nicht so, dass ich nicht begeistert davon wäre. Ich habe nur wirklich nicht das Gefühl, dass ich jetzt dazugehören sollte.»
Seit ihrem letzten «Plötzlich Prinzessin»-Film von 2004 war Julie Andrews nur noch vereinzelt als Schauspielerin vor der Kamera zu sehen. Ihre letzte Live-Action-Filmrolle hatte sie 2010 in «Zahnfee». Danach konzentrierte sie sich zunehmend auf Sprecherrollen. Unter anderem lieh sie ihre Stimme den «Shrek»-Filmen und übernahm die Rolle der Lady Whistledown in «Bridgerton». Für ihre Arbeit an der Netflix-Serie erhielt sie 2025 einen Creative Arts Emmy.
Die Fortsetzung von «Plötzlich Prinzessin» wurde 2024 offiziell angekündigt. Anne Hathaway (43) kehrt als Mia Thermopolis zurück, die inzwischen Königin von Genovia ist. Regie führt Adele Lim. Wann der Film in die Kinos kommt, ist bislang nicht bekannt. Hathaway dämpfte zuletzt in der SiriusXM-Sendung «Radio Andy» die Erwartungen: «Ich bin damit beschäftigt, Baby Nummer drei zu machen, und das weiss, wann ich ‹Plötzlich Prinzessin 3› drehen kann.» Beim Drehbuch habe es allerdings einen Durchbruch gegeben.
Jahrzehntelange Karriere
Mit ihrer Titelrolle in «Mary Poppins» gelang Andrews 1964 der grosse Durchbruch im Kino. Für ihre Darstellung erhielt sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ein Jahr später folgte mit «Meine Lieder, meine Träume» ein weiterer Kinoerfolg. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie zudem sieben Golden-Globe-Auszeichnungen und wurde dreimal für einen Tony nominiert.
Im Jahr 2000 wurde Andrews von Queen Elizabeth II. (1926–2022) in den britischen Ritterstand erhoben. Seither trägt sie den Titel Dame Julie Elizabeth Andrews.
Ihren 90. Geburtstag feierte die Schauspielerin im vergangenen Oktober. Bereits 2024 sagte sie im Podcast «Wiser Than Me» von Julia Louis-Dreyfus (65): «Ehrlich gesagt fühle ich mich wie in meinen 50ern.»