Darum gehts
- Reality-TV-Show löst Kontroverse aus: Sender spricht Triggerwarnung vor frauenfeindlichen Äusserungen
- Teilnehmer Marc-Robin Wenz bezeichnet Frauen als «Schlampen» und «Bitches»
- 80 Prozent der Frauen stünden laut Wenz auf ihn
Beim Reality-TV-Show «Forsthaus Rampensau Germany» sah sich der ausstrahlende Sender Joyn gezwungen, eine Triggerwarnung vor der elften Folge auszusprechen. Der Grund: das höchst problematische Frauenbild, das der Teilnehmer Marc-Robin Wenz (32) in der Sendung zum Ausdruck brachte. In einem Einblender heisst es: «Joyn distanziert sich ausdrücklich von dieser frauenfeindlichen Haltung. Die Szenen könnten emotional fordernd sein. Bitte schaue die Inhalte nur, wenn du dich emotional stabil genug fühlst.»
Die fraglichen Szenen spielten sich in der Küche des Forsthauses ab, wo Marc-Robin seinen Mitbewohnern Dilara Kruse (34) und Maurice Dziwak (27) von einem Event erzählt, zu dem er als VIP eingeladen war. Seine Schilderungen sind voller erschreckend abwertender Äusserungen gegenüber den damals anwesenden Frauen.
«Bitte geh mit mir aufs Hotelzimmer»
Wenz bezeichnet die Frauen zunächst als «Schlampen», nach Kruses Einwand als «Bitches». Weiter prahlt der Deutsche damit, wie er die Frauen behandelt habe: «Der einen habe ich meine Mische über den Kopf geschüttet, das hat die nicht gejuckt. Einfach nur dumm. Deswegen auch Schlampen. Die haben darum gebettelt. Ich hätte denen ins Gesicht spucken können und die wären trotzdem dageblieben und hätten gesagt: ‹Bitte geh mit mir aufs Hotelzimmer›.»
Besonders schockierend ist die Aussage, in der er schildert, wie er einer Frau mit seiner Zigarette auf den Kopf geascht habe. Die Reaktionen seiner Mitbewohner sind deutlich. Kruse und Dziwak zeigen sich entsetzt über Wenz' Verhalten und Einstellung.
«Stell dir mal vor, jemand würde so über deine Mutter reden»
In einem späteren Interview kommentiert Kruse ironisch: «80 Prozent der Frauen sind halt so geil auf Marc-Robin und er kann jede – wie war das – ‹Schlampe› haben. Marc-Robin sieht Frauen als ein Objekt. Und er entscheidet, wer eine ‹Bitch› ist.»
Dzwiak seinerseits teilt seine Gedanken mit seinem Vater Frank: «Paps, es gibt sie Menschen, wenn die ein bisschen Erfolg haben, dann steigt das denen zu Kopf. Ich weiss nicht, ob er eine Schwester hat, aber jeder hat eine Mutter. Und stell mal vor, jemand würde so über deine Mutter reden. Oder generell über Mütter.» Wenz hat sich bisher noch nicht zu seinen Aussagen geäussert.