Darum gehts
- Mario Basler erneut mit frauenfeindlichen Aussagen im Podcast des SWR aufgefallen
- Moderatorin forderte Basler auf: «Einfach mal die Fresse halten»
- 2025: Basler provozierte mit Aussage, er bekomme «Augenkrebs von Frauenfussball»
Dass Mario Basler (57) vom Frauenfussball rein gar nichts hält, weiss man spätestens seit 2011. «Fussball ist nichts für Frauen. Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen. So wie in Wimbledon, das ist sexy», schrieb er damals in einer «Bild»-Kolumne.
An Baslers Meinung hat sich in 15 Jahren offenbar nichts geändert. Im SWR-Podcast «Mario Basler – Letzter Typ» verteidigt er seine umstrittene Aussage: «Bin nach wie vor dafür. Hat sich nichts geändert.»
«Ich bleib dabei. Es ist kein Frauensport»
Basler begründet seine Ablehnung so: «Das hat mit Fussball nichts zu tun. Allein wenn die Frauen rennen, wenn sie schiessen, wenn sie grätschen. Wann siehst du mal eine Grätsche bei einer Dame, bei einer Frau?» Als die Moderatorin Katharina Reckers kontert, im Frauenfussball gebe es sehr wohl «astreine Grätschen», fragt er nur ungläubig, welches Spiel sie sich da angeschaut habe.
«Ich bleib dabei: Es ist kein Frauensport», so Basler völlig unbeirrt. Er sei zudem der Ansicht, Frauen würden als Zuschauerinnen vor allem ins Stadion gehen, «weil man vielleicht mit muss». Dann fragt er herausfordernd: «Wie viele Frauen können dir Abseits erklären?» Reckers antwortet entrüstet, dass es da viele gebe. «Mittlerweile vielleicht», räumt Basler widerwillig ein.
«Einfach mal die Fresse halten»
Nach so vielen stereotypen Verallgemeinerungen platzt Reckers irgendwann der Kragen. «Du siehst es als Ehrlichkeit», gesteht sie ihm noch zu. Doch dann gibt sie den scharf formulierten Ratschlag: «Vielleicht wär es der richtige Moment, auch mal die Fresse zu halten.» Immer wieder habe er in der Vergangenheit «grenzwertige Aussagen» getroffen; 2025 habe er etwa behauptet, er bekomme «Augenkrebs von Frauenfussball». Die Kritik sieht Basler nicht ein: «Immer, wenn irgendwas mit Frauen ist, heisst es: Du bist noch im Jahre 1990.»
Auf Social Media scheint man es genau so zu sehen. «Das Problem ist, dass er und solche Typen denken, Frauensport müsse sexy sein», schreibt ein User auf Instagram. «Man könnte damit beginnen, solchen Menschen keine Bühne zu geben», bemerkt ein anderer. «‹Mario Basler - Das Letzte› wäre vielleicht ein besserer Titel gewesen», schiesst ein User gegen Basler.
Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Basler mit seinen Äusserungen aneckt.
«Mit den Spielern von heute würde ich durchdrehen»
Der einstige Trainer hat ein Problem mit den Fussballspielern von heute: Er käme mit ihnen nicht zurecht und «würde durchdrehen». Dem «Playboy»-Magazin erklärte er 2019: «Die stehen 'ne Stunde vor dem Spiegel, machen Gel in die Haare, Stirnbänder drauf. Dann kommen sie mit verbundenem Arm zum Training, weil sie sich haben tätowieren lassen, und können zwei Tage nicht trainieren.» Das sei nicht sein Fussball.
«Du musst einem zwischen die Beine greifen»
2020 sorgte Basler mit einer Aussage auf dem Sender Sport1 für Wellen. Als es um problematische Pyrotechnik im Stadion ging, forderte er: «Du musst einem zwischen die Beine greifen. Da werden die Dinger auch reingeschleust.» Vor allem bei Frauen sei dies nötig: «Das weiss ich von der Pyrotechnik. Meistens waren es die Frauen. Weil es bei denen besser ist. Die können es besser verstecken.» Auf Social Media warf man ihm Sexismus vor.
Rauchverbot «das Schlimmste, was es gibt»
Basler pflegt sein Image als leidenschaftlicher Kettenraucher. Einmal beklagte er sich öffentlich: «Heute darfst du ja keine Zigarette mehr rauchen. Das ist ja das Schlimmste, was es gibt.» Früher seien sie im Wasserbecken gesessen und hätten geraucht.
«Toter Frosch»
In der ARD-Sendung «Hart aber fair» schoss Basler zur Fifa-WM 2018 gegen den damaligen deutschen Nationalspieler Mesut Özil (37): «Özil war wieder grottenschlecht.» Und weiter: «Dem seine Körpersprache ist die von einem toten Frosch. Das ist jämmerlich!»
«Habe mich die ganze Nacht um seine Frau gekümmert»
Als der junge Basler 1997 im TV gefragt wurde, wie es seinem Fussballkollegen Dietmar Hamann (52) nach dessen Schlaganfall ging, erwiderte er salopp: «Ganz gut. Ich habe mich die ganze Nacht um seine Frau gekümmert.»