Darum gehts
- Prinz Andrew wird vorgeworfen, vertrauliche Infos an Epstein weitergegeben zu haben
- Britisches Parlament fordert Offenlegung seiner Handelsgesandten-Unterlagen von 2001 bis 2011
- Untersuchung durch Abstimmung im April 2026 eingeleitet, unterstützt von Labour-Partei
Die neuesten Enthüllungen um den britischen Ex-Royal Andrew Mountbatten-Windsor (66) könnten den Bruder von König Charles III. (77) nun definitiv zu Fall bringen. Jetzt wurde eine Reihe von Dokumenten über seine Zeit als Handelsgesandter veröffentlicht – vor dem Hintergrund eines laufenden Ermittlungsverfahrens, das Andrew verdächtigt, vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) weitergegeben zu haben. Das berichten diverse britische Medien. Andrew wurde Anfang dieses Jahres wegen möglicher Amtsvergehen festgenommen. Gegenüber Blick hatte Royal-Experte Richard Fitzwillams damals detailliert über die Vorwürfe Auskunft gegeben.
Zusätzlich zu den Ermittlungen der Polizei verpflichtete das britische Parlament die Regierung, alle relevanten Unterlagen über Andrews Amtszeit als Handelsgesandter offenzulegen. Minister bestätigten, dass Beamte nun Archive im Wirtschaftsministerium, im Aussenministerium und im Kabinettsbüro durchforsten. Diese Untersuchung wurde durch eine erfolgreiche Abstimmung der Liberaldemokraten im April 2026 angestossen, die auch von der Labour-Partei unterstützt wurde.
Privilegierter Zugang
Andrew hatte das Amt des Handelsgesandten zwischen 2001 und 2011 inne. In dieser Position genoss er privilegierten Zugang zu führenden Wirtschaftsvertretern und Regierungsbeamten weltweit. Gemäss den sogenannten «Epstein Files» soll Andrew Berichte von einigen seiner Reisen an den verurteilten Sexualstraftäter weitergeleitet haben. Die Vorwürfe bestreitet er jedoch nach wie vor.
Der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Sir Ed Davey (60), erklärte, dass diese Offenlegung notwendig sei: «Wir müssen bis zu dem Zeitpunkt zurückgehen, an dem er ernannt wurde, um die Fragen zu klären, wie er seine Rolle ausgeführt hat.» Auch andere hochrangige Politiker wie Ex-Minister Lord Mandelson (72) werden einer ähnlichen Untersuchung unterzogen, einschliesslich ihrer Kommunikation mit Beratern und Ministern.