Darum gehts
- Emilia Clarke sorgt sich um Hollywoods Jugendwahn
- Sie sieht Frauen ab 50 bei Rollen klar benachteiligt
- Auch andere Schauspielerinnen teilen ihre Kritik
In einem Interview mit «Marie Claire» spricht Emilia Clarke (39) offen darüber, wie gnadenlos die Filmbranche mit dem Älterwerden umgeht. Besonders beschäftigt sie, wie begrenzt die Rollen für Berufskolleginnen über 50 sind: «Das raubt mir den Schlaf.»
Der «Game of Thrones»-Star bemängelt, dass Frauen – ob in Hollywood oder im Alltag – viel schneller und strenger bewertet würden als Männer. Auch wenn sie versuche, ihren Selbstwert nicht an fremden Erwartungen festzumachen, sei sie «auf ungesunde Weise besessen von dem, was noch kommt».
Ein Ablaufdatum für Schauspielerinnen?
Clarkes Sorgen kommen nicht von ungefähr. Etliche prominente Kolleginnen berichten von genau denselben Erfahrungen. So erzählte Nicole Kidman (59) dem «DuJour Magazine», wie ihr Rollen wegen ihres Alters verwehrt wurden. «In der Branche herrscht Einigkeit darüber, dass man als Schauspielerin mit etwa 40 am Ende ist», erklärte sie.
Ähnlich erging es Maggie Gyllenhaal (48) einst bei einem Casting. Ihr wurde damals mit Mitte 30 gesagt, sie sei bereits «über den Berg» – und damit zu alt, um die Partnerin eines 55-jährigen Mannes zu spielen.
Bei Männern sieht die Welt anders aus
Während Falten und graue Haare bei Frauen schnell als Karrierebremse gelten können, schrauben sie den Marktwert von Männern nicht selten sogar nach oben. Für dieses Phänomen gibt es sogar einen eigenen Begriff: den «Clooney-Effekt».
Ältere Männer werden in Hollywood als charmante «Silver Foxes» gefeiert, George Clooney (65) – Namensgeber des Phänomens – ist dafür selbst das beste Beispiel. Sein Aussehen im Alter festigte seinen Status als eines der grössten Sexsymbole Hollywoods. Der «Ocean’s Eleven»-Star vertritt deshalb eine gelassene Haltung gegenüber dem Alterungsprozess. «Ich denke, wir alle müssen uns damit abfinden, älter zu werden, und nicht versuchen, dagegen anzukämpfen», und er ergänzt: «Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass sich die Rollen, die man spielt, und die Art und Weise, wie man wahrgenommen wird, verändern werden.»