Die dänische Königin Margrethe (86) liegt derzeit im Krankenhaus Rigshospitalet in Kopenhagen, dies wegen Herzproblemen. Das teilt das dänische Königshaus mit. Konkret berichten sie von «Hjertekrampe», was einer Angina pectoris entspricht, also Brustschmerzen, respektive ein starkes Engegefühl im Brustbereich. Das Wochenende wird Königin Margrethe unter der Aufsicht des medizinischen Personals im Spital verbringen, dies zur Überwachung und weiteren Untersuchungen. Sie sei müde, aber guter Dinge lautet es in der Mitteilung weiter. Sollte es Neuigkeiten zu ihrem Gesundheitszustand geben, so würden die mitgeteilt.
Margrethe II. hatte den dänischen Thron im Januar 2024 nach mehr als 52 Jahren an ihren Sohn Frederik X. (57) abgegeben – ein historischer Schritt, denn Dänemarks Monarchen treten normalerweise nur im Todesfall ab. Sie war die erste dänische Königin seit Margrethe I. im 15. Jahrhundert und galt als eine der beliebtesten Monarchinnen Europas. Den Titel Königin trägt sie weiterhin.
Lange Krankengeschichte
Für Margrethe II. ist der aktuelle Krankenhausaufenthalt keine Ausnahme. Die 86-Jährige hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach medizinische Eingriffe und Krankenhausaufenthalte hinter sich gebracht. 2023 unterzog sie sich einer umfangreichen Rückenoperation, nach der sie mehrere Wochen im Rigshospitalet verbrachte und anschliessend eine längere Reha absolvieren musste. Im Jahr 2024 – kurz nach ihrer Abdankung – wurde sie nach einem Sturz auf Schloss Fredensborg zur Beobachtung eingeliefert, 2025 folgte ein weiterer Krankenhausaufenthalt infolge einer Erkältung, ebenfalls zur Vorsicht.
Relevant im Zusammenhang mit der Herzattacke ist auch Margrethes langjährige Rauchergeschichte. Die frühere Königin war für ihre Leidenschaft für Zigaretten bekannt – erst 2023 gab sie die Gewohnheit nach mehr als sechs Jahrzehnten auf. Eine Herzattacke kann durch eine Minderdurchblutung des Herzens auftreten, häufig bedingt durch Arterienverkalkung – ein Risiko, das durch Rauchen erheblich erhöht wird.
In einer ersten Version berichteten wir von einem Herzinfarkt anstatt von Angina pectoris. Dies liegt einem Übersetzungsfehler zu Grunde.