Darum gehts
- Bushido erhielt einen Rentenauszug: Ab 2045 bekäme er monatlich nur 1050,34 Euro
- Als Musiker in Deutschland musste Bushido eigenständig in die Rentenkasse einzahlen
- Gottschalk, Schmidt, Renzi und Drews nannten gesetzliche Renten von knapp 200 bis 1600 Euro im Monat
Grosses Haus, sieben Kinder und Luxus, so weit das Auge reicht – das ist das Leben von Bushido (49). Seine Rapper-Karriere hat ihm über die Jahre ordentlich das Konto gefüllt; ausserdem handelt er mit Aktien und ist eifrig im Immobilienmarkt tätig.
Sein Glück ist, dass er damit ausserhalb der gesetzlichen Rentenvorsorge in Deutschland bereits fürs Alter ausgesorgt hat. Denn wäre er nur auf seine staatliche Rente angewiesen, sähe die Situation für ihn düster aus. Der Rapper erhielt kürzlich nämlich einen Auszug der deutschen Rentenvorsorge zugeschickt. Darin steht, dass er am 1. Oktober 2045 in Pension gehen könne und zum aktuellen Zeitpunkt eine Rente von 1050,34 Euro pro Monat ausgezahlt bekäme. Ziemlich schwierig, mit diesem Betrag eine neunköpfige Familie in München durchzubringen.
Hat er nicht regelmässig eingezahlt?
Die niedrige Summe wundert Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (44) und sie fragt ihren Gatten, ob er denn regelmässig in die Kasse eingezahlt habe. «Ich war auf jeden Fall privat», kommt es vom Rapper, was die Frage seiner Frau nicht ganz beantworten dürfte.
Ist man in Deutschland Angestellter, zahlt man automatisch mit dem Lohn in die Rentenvorsorge ein. Ist man selbständigerwerbend, so wie Bushido das mit seiner Musik war, ist man selbst dafür verantwortlich, einzuzahlen. Die Frage ist also, ob Anis Ferchichi, wie Bushido mit bürgerlichem Namen heisst, wirklich regelmässig eingezahlt hat. Je nachdem, wie viel man über die Jahre in die Kasse einzahlt, fällt am Ende des Arbeitslebens die Rente eben entsprechend hoch oder niedrig aus. «Nice. Hab ich einen Tausender. Geil. Läuft bei mir», reagiert Bushido auf den Brief des Amtes. Bei einem geschätzten Vermögen von 20 bis 50 Millionen Euro dürfte ihn die kleine Rente jedoch wohl kaum gross interessieren. Alleine ist er damit jedenfalls nicht.
Rentensituation für deutsche Künstler schwierig
Thomas Gottschalk (75) sprach ebenfalls vor einiger Zeit darüber, wie viel Rente er ausgezahlt bekommt. «Ich kriege einen knappen Tausender. Immerhin war ich Redakteur beim Bayerischen Rundfunk!», sagte er im vergangenen Jahr im Interview mit «Bunte». Auch Harald Schmidt (69) erhält nach eigener Aussage gerade einmal 1100 Euro, bei der Schauspielerin Anouschka Renzi (62) sind es 1600 Euro. Viel schlimmer sieht es sogar noch bei Schlagersänger Jürgen Drews (81) aus. Der soll nämlich laut Familienangaben eine Rente von knapp 200 Euro monatlich erhalten.