Darum gehts
- Glenn Close (79) verewigte kürzlich ihre Hände und Füsse vor Hollywoods Chinese Theatre
- Sie besuchte als Kind eine Schule in Montreux VD wegen familiärer Umstände
- Close engagiert sich für psychische Gesundheit, lebt jetzt in Montana
Vor wenigen Tagen erst drückte Glenn Close ihre Hände und Füsse in den feuchten Zement vor dem legendären Chinese Theatre in Los Angeles. Ein Moment, der wegen ihres grandiosen Film-Palmarès längst überfällig schien. Mit 79 Jahren wirkt die Frau, die uns in «Eine verhängnisvolle Affäre» das Blut in den Adern gefrieren liess, stärker denn je. Begleitet wurde sie – wie fast immer – von ihrem treuen Havaneser-Hund namens Sir Pippin of Beanfield, der auf dem roten Teppich mittlerweile ebenso ein Star ist.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Hinter dem Lächeln der Hollywood-Ikone steckt eine Frau, die den Erfolg heute mit grosser Gelassenheit betrachtet. «Ich glaube, man verbringt sein ganzes Leben damit, herauszufinden, wer man wirklich ist», sagt sie. «Und wenn man es endlich weiss, ist man meistens alt genug, dass es einem egal ist, was die anderen denken.» Ihren Status als «beste lebende Schauspielerin ohne Oscar» trägt sie mit Humor. Für Glenn Close zählt die Arbeit, nicht die Trophäe.
Schule in der Schweiz
Die Schulbank drückte sie unter anderem in der Schweiz, am internationalen Internat St. George's School in Montreux VD. Dies jedoch aufgrund von eher tragischen Umständen: Ihre Eltern traten, als sie sieben Jahre alt war, der oft als Sekte bezeichneten Organisation Moralische Aufrüstung bei, die in der Schweiz gegründet wurde. Close lebt heute in Montana (USA). Nach drei gescheiterten Ehen hat die Mutter einer Tochter ihren Frieden in der Unabhängigkeit gefunden. «Ich war nie besonders gut darin, eine Ehefrau zu sein», erklärt sie. «Aber ich bin verdammt gut darin, eine eigenständige Frau zu sein.»
Privat engagiert sich Close für die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten. Ein Thema, das ihre Familie persönlich betrifft. Auf der Suche nach öffentlicher Anerkennung ist Glenn Close längst nicht mehr. «Erfolg ist wie ein schönes Kleid, das man für eine Party leiht. Man muss es am Ende des Abends wieder zurückgeben», weiss sie. Und sie weiss auch, wo und wie sie einst sterben will. Neben ihrer Villa hat sie ein kleines Steinhäuschen bauen lassen. Es ist als Rückzugsort für ihre letzte Lebensphase gedacht. «Ich habe entschieden, dass ich meine Tage in diesem Häuschen beenden werde.»