Darum gehts
- Eckart von Hirschhausen trifft Papst Leo XIV. im Vatikan 2026.
- Er überreicht dem Papst ein Fotoalbum seiner Klimafilm-Reise.
- Dokumentarfilm zeigt: Kirche bleibt vage, keine klaren Antworten zum Klimaschutz.
Um die «Erhaltung der Schöpfung» soll es im neuen Dokumentarfilm des Mediziners und Wissenschaftsjournalisten Eckart von Hirschhausen (58) gehen. Er will wissen, ob die katholische Kirche im Kampf gegen die Klimakrise etwas bewirken könne. Dafür drehte er unter anderem in Brasilien, auf den Philippinen und in Rom (I).
Warum nicht gleich den Segen von ganz oben für seinen Film abholen? So oder so ähnlich könnte es sich von Hirschhausen gedacht haben, bevor er sich vornahm, Papst Leo XIV. (70) höchstpersönlich im Rahmen einer Generalaudienz im Vatikan zu treffen, um ihm sein Projekt vorzustellen.
Er gab dem Papst ein Fotoalbum
«Es war sehr bewegend, weil ich in der Prima Fila sein durfte, also in der Reihe, die dann auch tatsächlich die Chance hat, dem Papst einmal für ein paar Sekunden in die Augen zu gucken und einen Wunsch oder einen Gedanken loszuwerden», zitiert «Vatican News» den TV-Mediziner nach dessen Treffen mit Leo XIV.
«In dieser Schlange, in der man dann steht, ist klar: Du hast nur wirklich einen Moment mit sehr kurzen und wenigen Botschaften. Und deswegen habe ich ihn gebeten, zunächst eine kleine Statue von dem heiligen Franz zu segnen, die mich schon lange begleitet, die ich von einem brasilianischen Freund bekommen habe», erzählt von Hirschhausen.
«Und ich habe ihm dann ein Fotoalbum gegeben mit verschiedenen Eindrücken, die wir auf dieser Recherchereise gemacht haben, mit einigen Botschaften darin.»
Ernüchterndes Fazit
Als Wissenschaftsjournalist engagiert sich Eckart von Hirschhausen schon länger für den Klimaschutz und dafür, den Zusammenhang zwischen der «persönlichen und der planetaren Gesundheit» offenzulegen. Im Dokufilm «Hirschhausen will zum Papst – Wer bewahrt die Schöpfung?» macht er sich zur Aufgabe, sich direkt im Vatikan für sein Anliegen stark zu machen – und Antworten einzuholen.
Nach dem Treffen mit dem Papst fällt von Hirschhausens Fazit jedoch eher ernüchternd aus, wie er im Film erzählt. Die grossen Antworten bleiben aus. «Ich bin natürlich auch irgendwie mit grosser Hoffnung hierhin gekommen, dass Leo sagt: ‹Hey genau, das ist es.› Aber wessen Job ist es eigentlich, die Schöpfung zu bewahren? Es ist auch ein bisschen naiv zu glauben: ‹Wir können uns alle zurücklehnen und Leo wird es schon richten.›»