Darum gehts
- Lucas Cordalis (58) verspricht, das musikalische Erbe seines Vaters fortzuführen
- Handy enthält 100 unveröffentlichte Songs mit Costa Cordalis' Gesang und Gitarre
- 2026: Neue Doku, Festivals, Touren und Song «Wir sind reif für die Insel»
Lucas Cordalis (58), Sohn des verstorbenen Schlagerstars Costa Cordalis (1944–2019), hat ein Versprechen gegeben, das ihn bis heute antreibt: «Als mein Papa gestorben ist, habe ich ihm versprochen, dass die Musik unter dem Namen Cordalis weiterlebt.» Ein Gespräch mit «Bild» im «Café del Sol» auf Mallorca zeigt, wie sehr ihn das Erbe seines Vaters prägt – beruflich wie privat.
«Ich habe damals mit ihm begonnen, musikalische Ideen auf mein Handy zu singen», erzählt der 58-Jährige. «Da sind 100 neue, unveröffentlichte Songs drauf, wo er noch mitsingt und mitspielt. Das höre ich mir ab und zu an. Und dann denke ich: ‹Ach Gott, das killt mich jetzt völlig.› Schon wie er die Gitarre da spielt ...» Es sind Aufnahmen, die für Lucas Cordalis einen unbezahlbaren Schatz darstellen. Können sich die Fans doch noch über neue Musik ihres verstorbenen Idols freuen? Leider nein. «Das käme mir vor, als würde ich versuchen, noch etwas rauszuquetschen. Das muss ich nicht. Er hat alles, was er wollte, gesagt.»
«Mehr hätte ich mir als Sohn nicht wünschen können»
Costa Cordalis, der 2019 im Alter von 75 Jahren verstarb, bleibt für Lucas eine prägende Figur. «Er wohnte nur drei Minuten von mir entfernt, ich war fast jeden Tag dort», erinnert sich Lucas. «Er spielt immer noch eine wirklich grosse Rolle in meinem Leben. Ich denke jeden Tag an ihn. Er ist mein grosses Vorbild in allen Bereichen – als Mensch, als Künstler, als Sportler, alles. Mehr hätte ich mir als Sohn nicht wünschen können.»
Privates und Berufliches gehen für den Schlagersänger oft Hand in Hand. Vor der Veröffentlichung eines neuen Songs müssen seine Frau Daniela Katzenberger (39) und Tochter Sophia (10) ihren Segen geben: «Meine grössten Kritiker sind meine Tochter und meine Frau. Sie sagen mir gerade heraus, was sie denken und fühlen. Mein grösster Fan ist meine Mutter, sie findet kritiklos alles toll, was ich mache.»
Lucas Cordalis liebt seine Fans
Doch auch die Nähe zu seinen Fans ist Lucas wichtig: «Es stört mich überhaupt nicht, wenn Fans kommen und nach einem Foto fragen.» Solange es im Rahmen bleibt. Einmal sei eine Stalkerin seines Vaters, beladen mit Koffern, bis zu ihrem Zuhause gereist, um dort einzuziehen. So traumatisch diese Situation damals war, heute kann Lucas Cordalis über die Absurdität lachen.
Auf der Bühne gibt Cordalis weiterhin Vollgas. 2026 ist für ihn bereits jetzt ein Jahr voller Pläne. «Wir drehen schon fleissig für eine neue Doku. Dazu kommen Festivals, Schlagerveranstaltungen und Touren mit Kollegen wie Drews und Petry. Es wird eines der heftigsten Jahre überhaupt», berichtet er. Neue Musik ist ebenfalls in Arbeit, darunter der Song «Wir sind reif für die Insel».
Trotz all der Projekte bleibt eines klar: Lucas Cordalis hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die musikalische Tradition der Familie Cordalis zu bewahren – nicht nur durch neue Songs, sondern auch durch seine tiefe Verbundenheit zu seinem Vater und dessen Erbe. Wie er es selbst ausdrückt: «Er war eine Legende, ein Ausnahme-Mensch. Das muss man schon so sagen.»