Darum gehts
- Zwei Züge kollidierten am 2. Oktober in Basel
- Reparaturkosten von über 1 Mio. Franken wegen beschädigter Wagenstruktur
- Fahrzeug soll bis Ende 2026 wieder fahrbereit sein
Die Kollision von zwei Zügen am Bahnhof Basel vom vergangenen 2. Oktober verlief glimpflich. Weil ein Zug beim Rangieren an einem Haltesignal vorbeifuhr, kam es zu einem leichten seitlichen Zusammenprall.
Niemand wurde verletzt, die Fotos vom Zwischenfall sehen recht harmlos aus: Die Tür eines Doppelstockwagens ist beschädigt, ein Türteil liegt am Boden, und die Aussenwand des Zugs ist leicht eingedrückt.
Struktur des Wagenkastens beschädigt
Was recht unspektakulär wirkt, erfordert eine teure Reparatur. Wie die SBB auf der öffentlichen Ausschreibungsplattform Simap bekannt geben, repariert Herstellerin Stadler den Wagen des Typs IR Dosto für gut eine Million Franken.
Die hohen Kosten erklärt SBB-Sprecher Reto Schärli damit, dass am havarierten Wagen die Struktur des Kastens beschädigt worden sei. Deshalb müsse die Herstellerin selbst mit der Reparatur beauftragt werden.
Geistiges Eigentum
Nur Stadler verfüge über das spezifische technische Wissen über das Fahrzeug, um die Instandsetzung vorzunehmen, heisst es in der Begründung des Zuschlags für Stadler. Die Herstellerin besitze zudem die Rechte am geistigen Eigentum für das Fahrzeug, weshalb ihr der Auftrag freihändig erteilt wurde.
Dass die SBB den Zuschlag trotzdem öffentlich bekannt geben, sei aufgrund der Kosten von gut einer Million notwendig, hält Sprecher Schärli fest. Dies verlange das Beschaffungsrecht. «Die Kosten trägt die Versicherung der SBB», sagt Schärli. Die Bahn gehe davon aus, «dass sie das Fahrzeug gegen Ende Jahr wieder fahrplanmässig einsetzen kann».