VA Papst muss operieren
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Papst muss operiert werden:«Die Ärzte halten den Eingriff für angebracht»

Leo und der Lungenkrebs
Hat der Papst geraucht?

Papst Leo XIV. leidet an Lungenkrebs. Dass diese Krankheit auch den Heiligen Vater getroffen hat, lädt uns ein, unsere Vorurteile zu hinterfragen.
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Die letzten Bilder vor der Krebsoperation: Papst Leo XIV. betritt am 13. Oktober 2026 die Gemelli-Klinik.
Foto: keystone-sda.ch
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Marco LüssiBlattmacher

Als der zum neuen Pontifex gewählte Robert Prevost am 8. Mai 2025 nach dem Konklave auf den Balkon der Petersbasilika trat, war dies für Valerio Masella eine grosse Überraschung: Der Personal Trainer eines unweit des Vatikans gelegenen Fitnesscenters erkannte in Papst Leo XIV. einen seiner Kunden. Dass der Mann, den er nur als «Robert» kannte, von Beruf Kardinal gewesen war, hatte er nicht geahnt.

Die Fitness des neuen Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche beschrieb der Trainer im Gespräch mit der Zeitung «Il Messaggero» so: «Sein physischer Zustand ist für sein Alter aussergewöhnlich – typisch für jemanden, der nie aufgehört hat, Sport zu treiben.» Leos Körper weise ein exzellentes Verhältnis von Muskel-, Knochen- und Fettmasse auf.

Sport und Spiritualität – für Leo, den Tennisspieler und Schwimmer, sind sie untrennbar. Und doch beweist sein Fall, dass auch ein gesunder und aktiver Lebensstil keinen vollständigen Schutz vor Krebs garantiert. Zwar ist die Operation gut verlaufen, bei der dem Papst ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt wurde; am Samstagnachmittag wurde er aus dem Spital entlassen. Doch ob Leo nun krebsfrei ist, müssen Untersuchungen erst noch zeigen.

Dass Päpste krank werden, ist keine Sensation. Nicht von ungefähr gibt es für sie in der römischen Gemelli-Klinik einen eigenen Trakt. Während der langen Leidenszeit von Papst Johannes Paul II. (1920–2005), aber auch in den letzten Lebensmonaten von Leos Vorgänger Franziskus (1936–2025) berichteten die Medien häufiger über deren Gesundheitszustand als über deren Botschaften an die Gläubigen.

Als mit Leo ein 69-Jähriger zum Papst gewählt wurde, für dieses Amt ein blutjunger Mann, hofften im Vatikan viele, dass die Zeiten, in denen man für einen kranken Heiligen Vater beten muss, nun für eine Weile vorüber sein würden. Es ist anders gekommen.

Kaum war die Diagnose Lungenkrebs bekannt, fragte sich die halbe Welt: Hat der Papst geraucht? Sind Zigaretten sein heimliches Laster? Gewiss haben auch Päpste ihre Geheimnisse. Doch es gibt keinerlei Belege dafür, dass Leo je geraucht hätte, auch nicht in seinen Jugendjahren. Dass er dennoch von dieser Krankheit betroffen ist, sollte uns lehren, die Vorurteile zu hinterfragen, mit denen wir auf manche Erkrankungen reflexartig reagieren.

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