Darum gehts
- Der Preisüberwacher sparte 2025 durch Verhandlungen und Kontrollen Millionen für Kunden ein
- Neue Vereinbarung bei SBB-Sparbilletten bringt 50 Millionen Franken Ersparnis 2026
- Fast 50 % geprüfter Gemeindetarife führten 2025 zu Gebührenanpassungen
In unserem Land entstehen zahlreiche Preise nicht im wirksamen Wettbewerb. In vielen Fällen kommt hier der Preisüberwacher ins Spiel – in einigen Fällen korrigierend nach der Rechnung, aber viel häufiger als Bremse davor. Analysen, Anträge, Verhandlungen und einvernehmliche Regelungen: Das sind die üblichen Instrumentarien. Minimalinvasiv, aber wirksam. Ein dreistelliger Millionenbetrag zu unser aller Gunsten wurde so im vergangenen Jahr eingespart.
Viele Märkte befinden sich momentan in einem strukturellen Wandel. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise und die Preisgestaltung. Wir verfolgen diese Entwicklungen aufmerksam und passen unsere Methoden an. Im vergangenen Jahr befanden sich insbesondere die Versorgung mit Gas und Fernwärme, die Post- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen, aber auch die Preis- und Kommissionsmodelle von digitalen Plattformen auf unserem Radar. In all diesen Bereichen gelang es, vorteilhafte Regelungen für die Kundinnen und Kunden vertraglich zu fixieren. Doch nicht nur die Preishöhen waren ein Thema. Gerade bei digitalen Plattformen setzen wir uns für transparente Preismodelle und eine einfache Kostenkontrolle ein – mit spürbaren Fortschritten.
Ebenfalls viel Bewegung, vor allem im wörtlichen Sinn, bietet der öffentliche Verkehr. Für alle Reisenden der SBB freut es mich ganz besonders, dass wir eine neue einvernehmliche Regelung für die beliebten Sparbillette abschliessen konnten. Schon im vergangenen Jahr standen Rabatte von mindestens 50 Millionen Franken auf den Normalpreis zur Verfügung, und dieses Jahr gibt es dasselbe noch einmal.
Wie jedes Jahr haben wir auch 2025 mehrere Hundert Gemeindetarife für Wasser, Abwasser und Abfall geprüft. In knapp der Hälfte der Fälle haben wir Anpassungen beantragt. Die daraus resultierenden Änderungen sparen den Betroffenen einiges an Gebühren.
Trotz guter Nachrichten lässt es sich nicht leugnen, dass der Blick ins Portemonnaie auch 2025 oft mit gemischten Gefühlen verbunden war. Die Inflation hat sich zwar beruhigt, aber die Ausgaben blieben hoch. Besonders die Krankenkassenprämien erinnerten viele Haushalte daran, dass eine tiefe Teuerung nicht automatisch zu tieferen Rechnungen führt. Wir machen viel, um hier zu bremsen. Doch die Früchte dieser Arbeit werden leider vom ständigen Kostenwachstum weggefressen. Wenn hier jemand an Sisyphos denkt, sage ich zähneknischend: me too.
Und trotzdem: Wir sind auch dieses Jahr wieder mit voller Kraft an der Arbeit.
Im Sommer feiern wir 40 Jahre Preisüberwachungsgesetz. Auf Festreden und öffentliche Feierlichkeiten verzichten wir. Stattdessen feiern wir mit zusätzlicher Arbeit – ein Schulprojekt für die Nachwuchskonsumentinnen und -konsumenten, vertiefte Untersuchungen zu aktuellen Preisfragen und Marktentwicklungen und neue Aktivitäten im digitalen Raum.
Ich freue mich darauf.